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Ausbau der A9 zwischen Triptis und Schleiz startet 2012

Die A9 ist eine der meist befahrenen Autobahnen
© Foto: Joerg Koch/ ddp

Der letzte vierspurige Abschnitt wird ab 2012 auf sechs Spuren ausgebaut / Bund setzt wie bei A8 auf ein privates Konsortium


Datum:
04.08.2011
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Triptis/Erfurt. Der letzte vierspurige Abschnitt auf der Autobahn 9 von Berlin nach Nürnberg wird ab dem kommenden Jahr auf sechs Spuren ausgebaut. Die 19 Kilometer lange Strecke zwischen Triptis und Schleiz soll im November 2014 fertig sein, sagte ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums am Donnerstag. Die Baukosten werden auf rund 120 Millionen Euro beziffert. Einmal mehr setzt der Bund dabei auf ein privates Konsortium, das den Bau und Unterhalt der Autobahnstrecke für die nächsten 20 Jahre trägt und dafür einen finanziellen Ausgleich erhält.

Nach dem Bau der Hörselbergumfahrung der A4 bei Eisenach ist es der zweite Thüringer Autobahnabschnitt, der in einer solchen Öffentlich-Privaten-Partnerschaft (ÖPP) umgesetzt wird. Damit gehöre der Freistaat zu den „Vorreitern" für ÖPP im Fernstraßenbau, erklärte Landesverkehrsminister Christian Carius (CDU).

Auf dem A4-Abschnitt bei Eisenach fließen im Gegenzug für die Bau- und Unterhaltskosten die Einnahmen aus der Lastwagen-Maut in die Kasse der privaten Partner. Dies läuft auf der A9 anders: Neben dem Ausbau zwischen Triptis und Schleiz ist das französisch-deutsche Konsortium für den Betrieb und Unterhalt von insgesamt gut 46 Kilometern Autobahn südlich des Hermsdorfer Kreuzes bis zur Grenze nach Bayern zuständig. Inbegriffen sind etwa Reparaturen und der Winterdienst. Dafür erhalte es einen finanziellen Ausgleich, der sich an der Qualität der Leistungen orientiere, hieß es. Wie hoch der jährliche Betrag in etwa ist, vermochte der Sprecher des Bundesverkehrsministeriums jedoch nicht sagen.

Das alte Modell war vom Bundesrechnungshof beanstandet worden, der angesichts unterschiedlicher Verkehrsprognosen der Firmen und des Bundes finanzielle Nachteile gesehen hatte, die die öffentliche Hand tragen müsse. Aus Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen gehe jedoch hervor, dass diese ÖPP-Projekte Vorteile gegenüber der herkömmlichen Vorgehensweise hätten, betonte der Ministeriumssprecher. Wie viel billiger dies den Steuerzahler kommt, konnte er jedoch nicht sagen, ebenso wie viele Bewerber es im Wettbewerb um den A9-Abschnitt gab.

Dem Konsortium, das nun den Zuschlag erhalten hat, gehören die Firma VINCI Concessions aus Frankreich, die BAM Deutschland AG aus Stuttgart und die Reinhold Meister GmbH aus Niederbayern an. (dpa)

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