Das Jahr 2025 sei von einer Gleichzeitigkeit geprägt geworden, „die es in sich hatte“, sagte Matthias Magnor, Vorstandsvorsitzender der BLG-Gruppe, bei der Präsentation der Zahlen für das zurückliegende Geschäftsjahr. Magnor nannte die „unberechenbare Zollpolitik der US-Regierung, anhaltende Kriege und eine schleppende Konjunktur“, als Faktoren, die die Wirtschaft beeinflussten und betonte: „Als Logistiker spüren wir jede Erschütterung sofort.“
Besseres Ergebnis als erwartet
Der Umsatz von BLG Logistics lag nach Unternehmensangaben im Jahr 2025 bei 1,2 Milliarden Euro – ein Rückgang von 4,5 Prozent (-55 Millionen Euro). Das EBIT lag mit 87,2 Millionen Euro über den Planannahmen. Das EBT lag mit 77,4 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahreswert. Das Jahr 2025 sei ein „Jahr mit Rücken-, Gegen- und Seitenwind“ gewesen, sagte Christine Hein, Finanzvorstand von BLG Logistics. Man habe das Jahr aber besser abgeschlossen, als man es zu Beginn erwartet hatte.
Geschäftsbereiche haben sich unterschiedlich entwickelt
Die drei Geschäftsbereiche der BLG, Automobile, Contract und Container entwickelten sich 2025 unterschiedlich. Automobile steigerte das Ergebnis trotz rückläufiger Fahrzeugvolumina. Contract habe die konjunkturelle Zurückhaltung gespürt, insbesondere in der Autoteile- und in Teilen der Industriegüterlogistik, und blieb hinter den Erwartungen zurück. Container habe mit dem Beteiligungsergebnis aus Eurogate dann erneut maßgeblich zum Gesamtergebnis beigetragen. Das Container Terminal Wilhelmshaven schrieb nach mehr als zehn Jahren und aufgelaufenen Verlusten im Berichtsjahr erstmals schwarze Zahlen.
Optimistischer Blick auf 2026
Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen blicke man „vorsichtig optimistisch auf 2026“, so der Vorstand von BLG Logistics. Der Umsatz soll auf Vorjahresniveau bleiben, das EBT wird unter dem Wert von 2025 erwartet, bleibt aber im zweistelligen Millionenbereich. „Überall dort, wo Märkte sich neu sortieren, wo Branchen sich transformieren, wo Unternehmen ihre Lieferketten neu aufstellen müssen – können wir Mehrwert schaffen“, sagte Matthias Magnor zum Abschluss der Bilanzpressekonferenz.