Krakau wird zweites E-Lkw-Werk von MAN Trucks

17.07.2026 08:57 Uhr | Lesezeit: 3 min
neues E-Lkw-Werk Krakau MAN Trucks
Ali Oguz Tezgör, Mitglied des Vorstands für Finanzen MAN Trucks Sp. z o.o., Thorsten Campehl, Vorstandsvorsitzender MAN Trucks Sp. z o.o., Michael Kobriger, Mitglied des Vorstands der MAN Truck & Bus SE für Produktion & Logistik, Alexander Vlaskamp, Vorstandsvorsitzender MAN Truck & Bus SE, Andrzej Domański, Wirtschafts - und Finanzminister, Polen, Artur Osuchowski, Vorstandsvorsitzender der Polnischen Agentur für Investitionen und Handel S.A., Andrzej Kulig, Vorstandsvorsitzender des Krakauer Technologieparks, Krystian Jarubas, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Krakauer Technologieparks
© Foto: MAN Truck & Bus

MAN investiert 1,2 Milliarden Euro in Krakau und baut den Standort aus. Dort startet auch die Produktion weiterer E‑Lkw.

MAN investiert Milliarden in Werk Krakau

MAN Truck & Bus setzt den Ausbau seines europäischen Produktionsnetzwerks fort und stärkt den Standort Krakau mit umfangreichen Investitionen. Grundlage ist eine Vereinbarung mit der polnischen Regierung, die Investitionen von rund 1,2 Milliarden Euro bis weit in die kommende Dekade vorsieht.

Ziel ist es, die Produktionskapazitäten auszubauen, den Standort technologisch weiterzuentwickeln und die Voraussetzungen für kommende Fahrzeuggenerationen zu schaffen.

Krakau wird zum Vollwerk ausgebaut

Im Mittelpunkt der Pläne steht die Weiterentwicklung des bislang bestehenden Werks zu einem umfassenden Produktionsstandort. Geplant sind der Aufbau zusätzlicher Fertigungsbereiche für Karosseriebau und Lackierung sowie die Erweiterung der Fahrerhausmontage.

Mit den Investitionen soll sich die Produktionsfläche am Standort künftig mehr als verdoppeln. Dadurch erhöht MAN die lokale Wertschöpfung und stärkt die Rolle Krakaus innerhalb des europäischen Produktionsverbunds.

Vorbereitung auf nächste Fahrzeuggeneration

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Vorbereitung künftiger Lkw-Generationen auf Basis des konzernweiten Modularisierungskonzepts von TRATON.

Die neuen Fertigungskapazitäten sollen sicherstellen, dass kommende Fahrzeuggenerationen effizient produziert werden können und der Standort langfristig in die internationale Produktionsstrategie eingebunden bleibt.

Zweiter elektrifizierter Lkw-Standort

Parallel zum Werksausbau treibt MAN die Elektrifizierung seiner Produktion voran. In Krakau startet die Fertigung weiterer batterieelektrischer Nutzfahrzeuge.

Ab Sommer 2026 läuft dort die Produktion des neuen MAN eTGL an. Später soll auch der elektrische Mittelklasse-Lkw eTGM folgen.

Damit wird Krakau nach München zum zweiten elektrifizierten Lkw-Produktionswerk des Unternehmens.


Komplettes E-Lkw-Portfolio im Aufbau

Mit den neuen Modellen erweitert MAN sein Angebot batterieelektrischer Nutzfahrzeuge über mehrere Gewichtsklassen hinweg.

Das Portfolio reicht künftig von:

  • leichten Verteilerfahrzeugen,
  • über mittelschwere Anwendungen,
  • bis hin zu schweren Fernverkehrs-Lkw.

Der Hersteller verfolgt damit das Ziel, für nahezu alle wichtigen Transportanwendungen eine vollelektrische Alternative bereitzustellen.



Elektromobilität als strategische Zukunftstechnologie

MAN sieht die neuen Fahrzeuge als wichtigen Baustein für die Transformation des Straßengüterverkehrs. Dabei geht es nicht nur um die Fahrzeuge selbst, sondern auch um Service-, Wartungs- und Infrastrukturangebote, die den Umstieg auf alternative Antriebe unterstützen sollen.

Die Elektrifizierung bleibt damit ein zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie.


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