MAN fordert EU‑weite Abwrackprämie für alte Diesel-Lkw
EU-Klimaziele bis 2030: Hersteller bezweifeln Umsetzbarkeit
Ein Kernproblem: fehlende Netzanschlüsse und jahrelange Genehmigungsverfahren. Einige Speditionen warten bis zu drei Jahre auf neue Kapazitäten.
Lkw-Flotten veralten: Durchschnittsalter steigt auf 14 Jahre
Durch die schwache Konjunktur, hohe Anschaffungskosten und Unsicherheit über Antriebe lassen Speditionen ihre Fahrzeuge länger laufen.
Das Durchschnittsalter der europäischen Lkw liegt inzwischen bei rund 14 Jahren – deutlich höher als bei Pkw.
Fördermodell: Bis zu 50 % Zuschuss für neue E‑Lkw
Die Prämie solle sich am CO₂-Ausstoß orientieren – E-Lkw würden damit stärker gefördert als Diesel.
Schwacher Lkw-Markt belastet die Branche
Der europäische Lkw-Markt schrumpfte zuletzt auf unter 310.000 Neuzulassungen. Besonders Deutschland tut sich schwer.
MAN bleibt stabil – trotz rückläufigem Absatz
Die operative Marge blieb mit 6,4 Prozent konstant. Wachstum kam aus dem Busgeschäft und dem Van-Segment.
Im Kerngeschäft sank der Lkw-Absatz auf 63.296 Fahrzeuge – deutlich unter früheren Spitzenwerten über 100.000 Einheiten.
Vorsichtiger Optimismus für 2026
Im vierten Quartal erreichte MAN eine Marge von über acht Prozent.
Langfristig bräuchte die Branche jedoch ein Marktvolumen von 380.000 bis 400.000 Einheiten statt aktuell 307.000.
Neue Konkurrenz: Chinesische Hersteller bauen Werke in Osteuropa
MAN reagiert mit tiefen Einschnitten und einer neuen Produktionsstrategie.
MAN verlagert Produktion – 2.300 Stellen fallen weg
Der Karosseriebau wird von München ins polnische Krakau verlagert.
Bis 2030 sollen rund 2.300 Stellen in Deutschland sozialverträglich abgebaut werden.
Gleichzeitig investiert MAN bis 2035 rund eine Milliarde Euro in deutsche Standorte wie München, Nürnberg und Salzgitter.
Vlaskamp betont, dass die deutschen Werke das Rückgrat bleiben sollen – der Ausbau in Osteuropa sei jedoch entscheidend, um gegenüber chinesischen Wettbewerbern konkurrenzfähig zu bleiben.