Landsberg DStGB

Dr. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des DStGB

©Benjamin Westhoff, Deutscher Städte- und Gemeindebund

Logistikimmobilien-Studie: Mehr Dialog im Ansiedlungsprozess

In der zweiten Jahreshälfte 2020 führten der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) und die Initiative Logistikimmobilien (Logix) eine Studie zur Sicht der Kommunen auf Logistikansiedlungen durch. Nun ist der dazugehörige Berichtsband erschienen.

Weiterstadt. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) stellt am Donnerstag die detaillierten Ergebnisse einer gemeinsam mit der Initiative Logistikimmobilien (Logix) in der zweiten Jahreshälfte 2020 durchgeführten Studie vor. Der nun vorliegende Berichtsband unter dem Titel „Logistik in der Kommune“ schlüsselt die Perspektive der Städte und Gemeinden zu Logistikansiedlungen auf.

9 von 10 schätzen Logistik als systemrelevant ein

Die Befragung förderte demnach zu Tage, dass Logistik grundsätzlich positiv von den Kommunen wahrgenommen wird: 9 von 10 schätzten Logistik demnach als systemrelevant ein. „Die derzeitige Situation macht sehr deutlich, welche entscheidende Rolle die Logistik für die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger spielt“, betont Dr. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des DStGB.  

Konzipiert wurde die Studie inhaltlich von Professor Christian Kille von der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS). Die Umfrage richtete sich an insgesamt rund 11.000 Kommunen deutschlandweit. Kommunalvertreter und -vertreterinnen wurden dabei zu den Themen Logistik, Logistikimmobilien und -ansiedlungsvorhaben sowie die Logistik begleitende Themen wie die Bedeutung des E-Commerce für den lokalen Handel, Nachhaltigkeit und CO2-Neutralität befragt.

Mehr Dialog gefragt

Eine weitere zentrale Erkenntnis war dabei, dass Kommunen sich vor allem aufgrund der ausgeprägten Diversität des Wirtschaftsbereichs Logistik eine stärkere Beteiligung im Ansiedlungsprozess wünschten: „Die Ergebnisse zeigen, dass gerade im Logistik-Bereich noch viel Unsicherheit seitens der Kommunen im Spiel ist, weswegen die Potenziale einer Logistikansiedlung oft in den Hintergrund treten. Die Akteure im Ansiedlungsprozess sollten aufeinander zugehen und auf Transparenz und Dialog setzen, um gemeinsam erfolgreich und nachhaltig diese Potenziale zu heben“, erklärt Kille. 

„Mit transparenter Kommunikation und ausreichender Kompromissbereitschaft sind innovative Projekte möglich, die eine 'Win-Win-Situation' entstehen lassen“, betont auch DStGB-Hauptgeschäftsführer Landsberg.

Nach Einschätzung von Dr. Malte-Maria Münchow, Sprecher der Logix Initiative sowie Leiter An- und- Verkauf Spezialimmobilien, Deka Immobilien Investment, rücke das Verhältnis zu den Kommunen und den Bürgerinnen und Bürgern immer stärker in den Vordergrund. "Die Ergebnisse der Umfrage stellen damit quasi einen Leitfaden für zukünftige Ansiedlungsvorhaben dar. Dies ist nicht nur im Sinne des Logix, der den Dialog zwischen Wirtschaft und Kommunen weiter vertiefen möchte. Sie helfen allen Beteiligten, die benötigte Logistik-Infrastruktur zu schaffen und den Erfordernissen anzupassen.“

Die vollständige Studie steht auf den Webseiten von DStGB und Logix zum kostenfreien Download zur Verfügung. 

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special KILLE, CHRISTIAN PROFESSOR.

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Kille, Christian Professor, Logistik-Immobilien & Lagerhallen


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