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Neue Studie zur Konnektivität von IoT-Devices

Vergleich der Netzabdeckung der untersuchten Kommunikationstechnologien in 24 EU-Staaten entlang der befahrenen Routen (Stand 09/2021)
© Foto: Fraunhofer IML

Das Fraunhofer IML hat gemeinsam mit Dachser und der EPAL anhand von vernetzten Paletten untersucht, wie zuverlässig die Netzabdeckung verschiedener Technologien bei IoT-Anwendungen ist.


Datum:
25.01.2022
Autor:
Mareike Haus
Lesezeit: 
4 min
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Dortmund. Seit einigen Jahren schon forschen das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML und die European Pallet Association (EPAL) an der intelligenten Palette, die nicht mehr nur als Ladungsträger, sondern auch als Informationsträger fungiert und lückenlos getrackt werden kann. Damit die an der Palette angebrachten Sensoren ihre Informationen unterwegs senden können, ist allerdings die entsprechende Kommunikationsinfrastruktur vonnöten.

Um zu untersuchen, wie zuverlässig die Netzabdeckung verschiedener Technologien ist, hat das Fraunhofer IML gemeinsam mit Dachser und der EPAL eine Studie durchgeführt. Dabei wurden jeweils fünf Tracker mit fünf verschiedenen Kommunikationstechnologien an insgesamt 50 EPAL-Europaletten befestigt und anschließend über das Dachser-Logistikzentrum Dortmund in 24 EU-Staaten verschickt.

Erprobt wurden Funktechnologien wie LPWAN (Low Power Wide Area Network), von denen die Technologien NarrowBand IoT (NB-IoT), LTE-M und Sigfox betrachtet wurden. NB-IoT und LTE-M senden auf einer 5G-kompatiblen, lizenzierten Mobilfunkfrequenz, während Sigfox im lizenzfreien Frequenzspektrum funkt. Zusätzlich untersuchten die Forscher die klassischen Mobilfunknetze der zweiten und dritten Generation (2G/3G).

Über zwei Millionen Datenübertragungen ausgewertet

Nach einem Monat kamen die Paletten wieder zum Fraunhofer IML zurück und die Forscher konnten die eingesetzten Technologien anhand von über zwei Millionen Datenübertragungen bewerten. „Die Studie zeigt, dass die klassischen Mobilfunknetze 2G und 3G europaweit noch die höchste Verfügbarkeit haben. Die Nachteile dieser Netze sind aber, dass sie teilweise abgeschaltet werden, weniger Zugriffe pro Funkzelle ermöglichen und einen höheren Energieverbrauch haben, sodass die Tracker weniger lange halten“, sagt Patrick Becker, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer IML. Für Logistikanwendungen mit vielen Sensordaten in kleinen Übertragungspaketen seien deshalb LPWAN-Netze geeigneter. Diese sind noch permanent im Ausbau, böten heute aber teilweise schon eine flächendeckende Netzwerkverfügbarkeit, heißt es aus Dortmund.

Mix aus LPWAN-Technologien und klassischem Mobilfunk empfohlen

Für logistische IoT-Anwendungen, die einen europaweiten kontinuierlichen Empfang benötigen, empfehlen die Forscher deshalb einen Verbund von LPWAN-Technologien (NB-IoT, LTE-M, Sigfox) und klassischem Mobilfunk (2G-4G). Nur so könne zum jetzigen Zeitpunkt eine europaweite Datenübertragung garantiert werden. Die Zukunft der Konnektivität von IoT-Devices liege dennoch klar bei den LPWAN-Technologien, so das IML abschließend.

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