Der deutsche Markt für Lager- und Logistikflächen hat in den ersten neun Monaten 2026 deutlich zugelegt. Der Flächenumsatz erreichte rund 5,36 Millionen Quadratmeter und lag damit 23 Prozent über dem Vorjahreswert von 4,36 Millionen Quadratmetern.
Auch die längerfristigen Vergleichswerte wurden übertroffen. Gegenüber dem Fünfjahresdurchschnitt beträgt das Plus zwei Prozent, gegenüber dem Zehnjahresmittel vier Prozent. Die Zahl der abgeschlossenen Verträge blieb mit 524 dagegen auf Vorjahresniveau.
Treiber des Wachstums waren vor allem größere Flächen. In der Größenklasse ab 10.000 Quadratmetern wurden 179 Verträge registriert und damit 33 mehr als im gleichen Zeitraum 2025.
Logistikdienstleister treiben Flächennachfrage
Besonders aktiv sind Unternehmen aus Transport, Verkehr und Lagerhaltung. In den fünf großen Ballungsräumen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München entfielen 605.600 Quadratmeter auf diese Nutzergruppe. Das entspricht 45 Prozent des dortigen Flächenumsatzes und einem Plus von rund 43 Prozent.
Zu den größeren Abschlüssen zählt eine rund 40.000 Quadratmeter große Anmietung von JD Logistics in Ludwigsfelde bei Berlin.
Industrieunternehmen kamen in den fünf Metropolregionen dagegen auf 341.500 Quadratmeter und damit neun Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Handel verbuchte mit 227.800 Quadratmetern ein Minus von 34 Prozent.
Frankfurt führt die großen Logistikmärkte an
Insgesamt erreichten die fünf großen Ballungsräume einen Flächenumsatz von rund 1,35 Millionen Quadratmetern und damit das Niveau des Vorjahres.
Frankfurt belegte mit 415.600 Quadratmetern und einem Plus von zwölf Prozent den ersten Platz. Es folgen Hamburg mit 279.300 Quadratmetern und Düsseldorf mit 263.000 Quadratmetern. Düsseldorf legte dabei um 58 Prozent zu.
Berlin verzeichnete mit 252.600 Quadratmetern ein Minus von 24 Prozent. In München ging der Umsatz um 21 Prozent auf 136.600 Quadratmeter zurück.