Pakete

Immer mehr Menschen bestellen online und damit steigt auch die Zahl der Pakete

©Rolf Vennenbernd/dpa/picture-alliance

Corona treibt Zahl der Postsendungen in Rheinland-Pfalz in die Höhe

Eine große Nachfrage nach Paketzustellungen beschert den Verteilzentren im Bundesland starke Zuwächse. Nun wartet das Weihnachtsgeschäft. Wie wappnen sich die wichtigen Drehscheiben?

Mainz/Speyer. Der Boom bei Online-Bestellungen während der Corona-Pandemie hat die Zahl der Postsendungen in den Paketzentren in Rheinland-Pfalz sprunghaft steigen lassen. „In den ersten Monaten der Pandemie entwickelte sich die Menge exorbitant – mit Steigerungen von deutlich über 30 Prozent an einzelnen Tagen“, sagte der Leiter des Paketzentrums Speyer, Rudi Herz. Mittlerweile habe sich die Zahl auf hohem Niveau eingependelt. „Viele Menschen haben Gefallen am Onlinehandel gefunden. Wir verzeichnen schon seit Jahren ein Wachstum im zweistelligen Bereich.“

Speyer gilt als eine der wichtigsten Drehscheiben für Sendungen in der Rhein-Neckar-Region. Das dortige Paketzentrum der Deutschen Post ist vor allem für die Postleitzahlen 67 (Rheinland-Pfalz) sowie 68 und 69 (Baden-Württemberg) zuständig.

Noch mehr Pakete im Weihnachtsgeschäft erwartet

Für das Weihnachtsgeschäft geht Herz von einem weiteren Anstieg aus. „Das Paketzentrum liegt im Schnitt bei 280.000 Sendungen täglich und ist heute schon über die Grenze von 400.000 hinaus. An den stärksten Tagen vor dem 24. Dezember erwarten wir eine halbe Million Sendungen am Tag.“ Das Mehraufkommen mache sich auch in der Mitarbeiterzahl bemerkbar. „Im Schnitt haben wir in Speyer 430 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, jetzt liegen wir schon bei weit über 600 Mitarbeitern.“

Das Paketzentrum Saulheim nahe Mainz verzeichnet ähnliche Zahlen. Normal seien 280.000 Sendungen, zurzeit seien es 400.000, erwartet würden 500.000 Pakete an Spitzentagen vor Weihnachten, hieß es. Starke Steigerungen gibt es auch im Paketzentrum Neuwied: von normal 324.000 auf derzeit 430.000, erwartet werden vor Weihnachten 540.000.

Wegen der Zunahme könne die Post in der Vorweihnachtszeit auch abends Pakete ausliefern, sagte Herz der Deutschen Presse-Agentur. Wer wolle, dass seine Sendung rechtzeitig ankomme, sollte Päckchen und Pakete bis 19. Dezember absenden, riet Herz. „Für Briefe ist es der 22. Dezember und für jene, die Geschenke auf dem letzten Drücker versenden wollen, der 23. Dezember per Express. Bitte keine Schleife um das Paket – das könnte unsere Verteilmaschinen beschädigen.“ (dpa/ja)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special KEP – KURIER-, EXPRESS-, PAKETDIENSTE.

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