-- Anzeige --

Ausbildung in der Logistikbranche 2023: Start ins Berufsleben

Gruppenfoto der Auszubildenden von WPHolding
Die Auszubildenden des Jahres 2023 von WP Holding zum Ausbildungsstart
© Foto: WP Holding

Die richtige Ausbildungsstelle zu finden kann sich oft schwierig gestalten, um den Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern, werden die wichtigsten Tipps folgend zusammengefasst.


Datum:
22.08.2023
Autor:
Magdalena Auerweck/ Stefanie Schuhmacher
Lesezeit:
5 min
NOCH KEINE Kommentare

-- Anzeige --

Anfang August ist traditionell das neue Ausbildungsjahr gestartet. Laut Bundesagentur für Arbeit sind aktuell jedoch noch rund 250.000 Plätze unbesetzt. Gleichzeitig gibt es knapp 180.000 Bewerber, die noch auf der Suche sind. Wo sich Schulabgänger über Berufe informieren können, welche Fördermöglichkeiten bestehen und wie die finanzielle Situation von Azubis ist, wird daher anschließend von ARAG-Experten beleuchtet.

Informationsangebote für Azubis

Viele junge Menschen haben zu wenig Wissen über ihre Möglichkeiten und Informationsbeschaffung zum Thema Ausbildung sowie Rechte und Pflichten. So ist zum Beispiel die Duale Ausbildung zu wenig bekannt, und auch die Möglichkeit anschließender Studiengänge wird nicht mit einkalkuliert. Ideale Quellen sind natürlich die Bundesagentur für Arbeit, die Handelskammern oder die Handwerkskammern der jeweiligen Regionen. Aber auch Eltern und Schulen sind gefragt, wenn es um ganz persönliche Hilfestellungen geht, zudem wird zum Besuch von Jobmessen geraten. Auch die Publikationen und Projekte des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), die sich mit Fragen rund um das Thema „Jugendliche auf dem Weg ins Berufsleben“ befassen, können hilfreich sein.

Geld ist nicht alles

Seit Januar 2020 gilt laut Berufsbildungsgesetz (BBiG) eine Mindestvergütung für Auszubildende. In 326 Ausbildungsberufen dürfen seither keine Löhne unter dem Mindestlohn für Auszubildende ausgezahlt werden. Dieser Mindestlohn ist nach Ausbildungsjahren gestaffelt: Ein Azubi im zweiten Ausbildungsjahr bekommt 18 Prozent mehr als sein Kollege im ersten Jahr. Im dritten Ausbildungsjahr sind es 35 Prozent und im vierten Ausbildungsjahr sogar 40 Prozent mehr.

Eine gute Nachricht ist, dass sich die finanzielle Situation für Azubis stetig verbessert: So ist die Mindestvergütung für die meisten Berufe seit 2023 im ersten Ausbildungsjahr von 585 auf 620 Euro gestiegen, entsprechend dazu entwickeln sich auch das zweite Jahr, in dem eine 18-prozentige Steigerungen vorgesehen ist. Gleichzeitig ist der steuerliche Grundfreibetrag auf 10.908 Euro heraufgesetzt worden und auch ein Azubi kann eine Homeoffice-Pauschale innerhalb der Werbungskosten absetzen, sofern er dort auch tätig ist. Ebenfalls steuerlich absetzbar ist seit 2023 der komplette gezahlte Rentenbeitrag. In der Ausbildung zum Logistikkaufmann ist das Gehalt zum Beispiel gestaffelt und beträgt im ersten Ausbildungsjahr im Durchschnitt 853 Euro, im zweiten Ausbildungsjahr 918 Euro und im dritten 985 Euro brutto pro Monat. Nach Übernahme beträgt das Einstiegsgehalt durchschnittlich 3.235 Euro brutto.

Was kann ein Azubi machen, wenn das Gehalt nicht reicht?

In Deutschland können Auszubildende bei der örtlichen Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter Berufsausbildungsbeihilfe beantragen, um einen monatlichen Zuschuss für ihre Ausbildungskosten, Lebenshaltungskosten und Fahrtkosten zu erhalten. Zudem können Auszubildende unter Umständen den Bildungskredit der Bundesregierung in Anspruch nehmen. Im Gegensatz zur Ausbildungsförderung nach dem BAföG wird der Bildungskredit unabhängig vom eigenen Einkommen und Vermögen sowie dem der Eltern oder beispielsweise des Lebenspartners gewährt. Das Kreditvolumen beträgt bis zu 7.200 Euro und die Rückzahlungsrate beträgt lediglich 120 Euro im Monat. Die Rückzahlung beginnt erst vier Jahre nach Fälligkeit der ersten Kreditrate. Es werden auch ausbildungsbedingte Praktika im Ausland gefördert. Darüber hinaus bieten auch einige Berufsverbände und Unternehmen Stipendien für Auszubildende an, die in ihrem jeweiligen Fachbereich tätig sind.

Haben Azubis ein Recht auf Übernahme?

Ein grundsätzliches Recht auf Übernahme nach bestandener Prüfung besteht nicht. Doch in vielen Branchen gibt es entsprechende Vereinbarungen, dass Azubis im Anschluss für mindestens ein Jahr garantiert übernommen werden, wenn nicht zum Beispiel persönliches Fehlverhalten oder betriebliche Gründe dagegensprechen.

Gibt es keine entsprechende Regelung, ist ein Gespräch mit dem Ausbilder ratsam. Eine Übernahme kann allerdings frühestens sechs Monate vor Ende der Ausbildung vereinbart werden, um rechtskräftig zu sein. Dabei ist es besser die Übernahme schriftlich festzuhalten. Wer nicht übernommen wird, sollte sich möglichst schnell bei der Arbeitsagentur arbeitssuchend melden. Die Ausbildung endet an dem Tag, an dem die Ergebnisse der Abschlussprüfung bekannt gegeben werden. Wer die Prüfung nicht geschafft hat, findet in der Regel im Ausbildungsvertrag ein konkretes Datum zum Ende des Ausbildungsverhältnis.

Muss ein Azubi Urlaubsvertretung machen?

Grundsätzlich dürfen Azubis auch zur Urlaubs- oder Krankenvertretung eingesetzt werden. Allerdings müssen sie die Aufgaben auch bewältigen können und über entsprechende Fähigkeiten und Kenntnisse verfügen, die eine Vertretung mit sich bringen kann. Dass sie diese Handlungsfähigkeit erreichen, ist Pflicht des Ausbilders (Paragraf 14 Berufsbildungsgesetz, BBiG). Allein bleiben dürfen Azubis während der Vertretung nicht. Zudem darf die Urlaubs- oder Krankenvertretung nicht in die Zeit der Berufsschule fallen, denn Unterricht ist Pflicht und geht vor.

Auch als Azubi ins Ausland

Nicht nur im Studium ist ein Praktikum im Ausland möglich. Das von der Europäischen Union geförderte Programm Erasmus+ , bietet die Möglichkeit während der beruflichen Ausbildung oder direkt im Anschluss daran einen mindestens zweiwöchigen und maximal einjährigen Auslandsaufenthalt einzulegen.

Obwohl noch rund 250.000 Ausbildungsplätze unbesetzt sind, konnten zum Ausbildungsstart im Jahr 2023 einige Betrieb aus der Transport-und Logistikbranche Azubis für sich gewinnen. Diese Nachwuchskräfte werden folgend in einer Bildergalerie vorgestellt.

>>> Die Bildergalerie zum Ausbildungsstart 2023.

Noch mehr zum Thema Ausbildung in der Logistikbranche

-- Anzeige --
-- Anzeige --

Sie sind noch kein VerkehrsRundschau-Abonnent und neugierig?

Testen Sie unser Profiportal VerkehrsRundschau Plus unverbindlich zwei Monate lang. Das Kennenlern-Abo läuft automatisch aus.

Übrigens: VerkehrsRundschau-Abonnenten können auch die Lernplattform Transport-Trainer nutzen. So können Sie Ihre Lkw-Fahrer flexibel und kostengünstig unterweisen.


ARTIKEL TEILEN MIT




-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --

KOMMENTARE


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

-- Anzeige --

WEITERLESEN




NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.