Zusatzangebote sollen Wissen zu KV und Binnenschifffahrt stärken
Kombinierter Verkehr und Binnenschifffahrt kommen in der Ausbildung von Kaufleuten für Spedition und Logistikdienstleistung häufig zu kurz. Experten sehen Defizite in der Speditionsausbildung und setzen auf zusätzliche Angebote, um Auszubildenden Wissen über alternative Verkehrsträger zu vermitteln.
Die Ausbildung der Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistungen ist komplex: Von Arbeitsorganisation über prozessorientierte Leistungserstellung bis hin zu Rechtsgrundlagen, Umgang mit Gefahrgut und Kaufmännische Steuerung bekommen die Azubis Unmengen an Wissen in meist drei Jahren vermittelt. Speditionelle und logistische Leistungen machen zwar einen großen Teil des Ausbildungsplans aus, doch umfasst dieses Thema so viele Aspekte, dass schnell etwas zu kurz kommen kann – besonders, wenn es für den aktuellen Ausbildungsbetrieb nicht relevant ist.
Dazu gehören häufig der Kombinierte Verkehr (KV) und die Binnenschifffahrt, wie Ingrid Rossmeier, stellvertretende Vorsitzende Deutscher Wasserstraßen- und Schifffahrtsverein Rhein-Main-Donau (DWSV) und Partner beim iSCM-Institute, kritisiert: „In der klassischen Ausbildung zum Kaufmann beziehungsweise zur Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung werden Straße, Schiene, Luft- und Seefracht behandelt. Die Binnenschifffahrt kommt zwar vor, spielt aber in der Praxis vieler Berufsschulen und Ausbildungsbetriebe oft nur eine Nebenrolle.“