Fahrtenschreiberforum diskutiert neue Vorschriften

10.06.2026 14:24 Uhr | Lesezeit: 3 min
Fahrtenschreiberforum  2026
Branche berät über Zukunft des digitalen Tachografen
© Foto: VerkehrsRundschau/ Götz Bopp

Auf dem Fahrtenschreiberforum diskutiert die Branche neue Regeln, Technik und Kontrollpraxis rund um digitale Tachografen und Fahrpersonalrecht.

Am 2. und 3. Juni 2026 fand in Berlin das 10. Deutsche Fahrtenschreiberforum statt. Die Jubiläumsveranstaltung, die erstmals unter der Verantwortung des im letzten Jahr gegründeten DFF Deutsches Fahrtenschreiberforum e.V. durchgeführt wurde, brachte erneut zahlreiche Expertinnen und Experten im Fahrpersonalrecht mit Vertretern von Unternehmen, Schulungsveranstaltern, Fahrtenschreiber- und Softwareherstellern sowie Mitarbeitenden von Kontrollbehörden zusammen, um aktuelle Entwicklungen rund um den digitalen Fahrtenschreiber, nationale und europäische Regulierung und deren Kontrolle auf den Straßen und in den Betrieben zu diskutieren.

Im Mittelpunkt des öffentlichen Symposiums am 3. Juni standen Fachvorträge und Diskussionsrunden zu aktuellen Herausforderungen und Zukunftsthemen bei der gewerblichen Beförderung von Personen oder Gütern.

Zum Auftakt informierten Vertreter des DFF über die Arbeit des Vereins sowie über die erfolgte Einsetzung von Fachausschüssen in den Bereichen „Sozialvorschriften“ sowie „Fahrtenschreiber und Software“, in denen künftig im Austausch zwischen Experten, Unternehmensvertretern und Behördenmitarbeitenden Meinungsbildungsprozesse zu zahlreichen unklaren Sachverhalten im Fahrpersonalrecht stattfinden werden. Ziel sei es, mit den erarbeiteten Ergebnissen Einfluss auf die Anwendung, Umsetzung und Kontrolle der Vorschriften zu nehmen, wobei stets der Fokus auf die Straßenverkehrssicherheit und eine gute Kontrollierbarkeit gerichtet sei.

Neben aktuellen Entwicklungen aus Brüssel und Berlin berichteten Vertreter der Fahrtenschreiberhersteller VDO und Stoneridge über technische Details, Herausforderungen im Praxiseinsatz und die Weiterentwicklung der Geräte.

Praxisnah wurde es in der Session „Kontrolle und Praxis“. Hier standen unter anderem Straßenkontrollen mittels DSRC-Technologie sowie rechtliche Fragestellungen zu Privatfahrten mit schweren Nutzfahrzeugen zur Personen- oder Güterbeförderung im Fokus. Die Teilnehmenden nutzten die anschließenden Diskussionen intensiv zum fachlichen Austausch. Auch fahrzeugspezifische Themen fanden große Beachtung. Diskutiert wurden unter anderem Fragestellungen zu leichten Nutzfahrzeugen zwischen 2,5 und 3,5 Tonnen, Begleitfahrzeugen für Großraum- und Schwerlasttransporte, Anwendungen im ÖPNV-Bereich und im nationalen sowie grenzüberschreitenden Gelegenheitsverkehr mit Omnibussen. Auch Dauerbrenner wie der Einsatz von Fahrtenschreibern in der Fahrschulausbildung oder Simulatoren für eine praxisorientierte Schulung der Fahrer rund um die Bedienung der Geräte sorgten für kontroversen Meinungsaustausch.

Das 10. DFF bot erneut eine wichtige Plattform für den Dialog zwischen Behörden, Industrie und Anwendern. Die offenen Diskussionen und praxisorientierten Beiträge unterstrichen die Bedeutung des Forums als zentrale Austauschplattform der Branche.

Mit der zehnten Ausgabe bestätigte das Deutsche Fahrtenschreiberforum seine etablierte Rolle als wichtiger Treffpunkt für Fachwissen, Vernetzung und den gemeinsamen Blick auf zukünftige Entwicklungen im Bereich Lenk- und Ruhezeiten sowie Fahrtenschreiber. Am 1. und 2. Juni 2027 wird das 11. DFF in Berlin stattfinden.

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