DSV: Wachstum in einem schwierigen Umfeld

22.07.2026 13:27 Uhr | Lesezeit: 3 min
DSV
Das zweite Quartal des Jahres war beim Logistiker DSV weiterhin von Herausforderungen geprägt
© Foto: DSV

Der Logistiker DSV hat seine Zahlen für das zweite Quartal 2026 vorgelegt, unter anderem verzeichnete man ein starkes Umsatzwachstum im Bereich Kontraktlogistik.

Im zweiten Quartal 2026 erzielte DSV einen Bruttogewinn von 20.277 Millionen Dänischer Kronen (DKK), was einem Anstieg von 17,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht, während das Ebit vor Sonderposten um 32,5 Prozent auf 6.255 Millionen DKK stieg. Dieses Wachstum sei durch den „Beitrag von Schenker für einen zusätzlichen Monat, Integrationssynergien und eine robuste Geschäftsentwicklung in den Geschäftsbereichen, insbesondere im Bereich ‚Air & Sea‘ im Vergleich zum Vorquartal“, getragen worden, was zum höchsten vierteljährlichen EBIT vor Sonderposten für den Konzern seit der Bekanntgabe der Schenker-Transaktion führte, so DSV.

Geopolitische Unsicherheiten und hohe Energiepreise

Das zweite Quartal des Jahres sei weiterhin von Herausforderungen geprägt gewesen, „insbesondere durch geopolitische Unsicherheiten und höhere Energiepreise“, sagte Jens H. Lund, Group CEO von DSV. Trotz dieses Umfelds habe DSV ein Ergebniswachstum erzielen können. „Die Entwicklung im Geschäftsbereich Road blieb aufgrund operativer Herausforderungen in bestimmten Märkten hinter den Erwartungen zurück; die jüngsten Veränderungen im Management dürften jedoch zu einer Verbesserung der Umsetzung und der Ergebnisse führen.“ Mit der neuen Strategie „Leverage to Lead“ und den aktualisierten finanziellen Zielen für 2030 wolle man die Marktposition von DSV stärken und „durch KI und Technologie, Netzwerkoptimierung sowie kommerzielle Exzellenz nachhaltiges langfristiges Wachstum“ vorantreiben.

Starkes Wachstum im Bereich Kontraktlogistik

  • Der Geschäftsbereich Air & Sea erzielte ein Ebit vor Sonderposten in Höhe von 3.776 Millionen DKK, was einem Anstieg von 9,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.
  • Der Bereich Road meldete ein Ebit vor Sonderposten in Höhe von 999 Millionen DKK, was einem Anstieg von 90,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Dies ist laut DSV auf den Beitrag von Schenker sowie auf Gewinne aus dem Verkauf von Immobilien zurückzuführen.
  • Der Geschäftsbereich Kontraktlogistik erzielte ein Ebit vor Sonderposten in Höhe von 1.531 Millionen DKK, was einem Wachstum von 111,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Das starke Ergebniswachstum war laut DSV in erster Linie auf das anhaltende Geschäftswachstum im Bereich „Technology“, insbesondere in den Bereichen Cloud und Rechenzentren, sowie auf den zusätzlichen Monatsbeitrag von Schenker zurückzuführen. 

Integration von Schenker verläuft nach Plan

Im zweiten Quartal 2026 sei die Integration von Schenker planmäßig verlaufen, und der Abschluss wird von DSV weiterhin bis Ende 2026 erwartet. In mehr als 60 Ländern sei die Integration entweder bereits abgeschlossen oder befinde sich derzeit in der Umsetzung, darunter seien „alle wichtigen Länder“. Die jährlichen Synergien werden weiterhin auf einem Niveau von neun Milliarden DKK erwartet, wobei die volle finanzielle Auswirkung im Jahr 2027 eintreten soll. „Wir rechnen weiterhin mit zusätzlichen Synergiebeiträgen von mindestens vier Milliarden DKK im Jahr 2026, wodurch sich die kumulierten Auswirkungen auf das Ebit vor Sonderposten bis zum Jahresende auf rund fünf Milliarden DKK belaufen werden“, so der Logistiker. Die Gesamtkosten für die Transaktion und die Integration werden weiterhin auf 11 Milliarden DKK geschätzt.


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