Die EU-geführte Marinemission "Aspides" mit Hauptsitz im griechischen Larissa warnt erneut vor erheblichen Risiken für die internationale Schifffahrt im Roten Meer und im östlichen Golf von Aden. Nach Angaben der Mission könnten Handelsschiffe in diesen Gewässern wieder verstärkt ins Visier der proiranischen Huthi-Miliz aus dem Jemen geraten. Reedereien, die Schiffsverkehr in dieser Route planen oder aktuell durchführen, sind angehalten, erhöhte Vorsicht walten zu lassen.
Hintergrund: Wiederaufnahme der Huthi-Angriffe
Am Samstag hatte die Huthi-Miliz ihre Raketenangriffe auf Israel wieder aufgenommen und sich damit sichtbar an der Seite des Irans in den seit Monaten laufenden Krieg eingebracht, der von den USA und Israel begonnen wurde. Gleichzeitig blockiert der Iran weiterhin die Straße von Hormus – eine der wichtigsten Seewege für Öl und Gas weltweit. In Folge dieser Blockade sind die Preise für Energieprodukte deutlich gestiegen.
Gefahr für Schiffe mit Verbindung zu Israel oder den USA
Nach Einschätzung der Mission "Aspides" könnten nun auch Schiffe mit Bezug zu Israel oder den USA im Bereich des Roten Meeres und des Golfs von Aden gezielt bedroht werden. Die Mission rät, diese Passage nach Möglichkeit zu meiden.
Bedeutung der Route für den Welthandel
Die Region zählt seit Jahrzehnten zu den zentralen Handelsadern der weltweiten Logistik. Das Rote Meer und der Golf von Aden verbinden den Suezkanal und damit das Mittelmeer mit dem Indischen Ozean. In der Vergangenheit hat die Huthi-Miliz dort bereits mehrfach Frachtschiffe attackiert.