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Bayerische Unternehmen schlagen Alarm wegen hoher Energiepreise

Bittet die Politik um mehr Unterstützung: Manfred Gößl, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags 
© Foto: SvenSimon/Frank Hoermann/dpa/picture alliance

BIHK-Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl bezeichnete die Lage als „bitterernst“. 44 Prozent von 500 befragten Betrieben hatten in einer Erhebung angegeben, dass sie in Deutschland nicht mehr wettbewerbsfähig seien.


Datum:
22.09.2022
Autor:
Stephanie Noll
Lesezeit: 
2 min
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Die rasant gestiegenen Energiepreise werden nach Befürchtung des Industrie- und Handelskammertags (BIHK) viele bayerische Unternehmen ins Ausland treiben. In dem am Donnerstag veröffentlichten alljährlichen Energiewendebarometer des Verbands erklärten demnach 44 Prozent der 500 befragten bayerischen Firmen, dass sie in Deutschland nicht mehr wettbewerbsfähig seien. In der Industrie waren es demnach 63 Prozent. „Unser Wirtschaftsstandort ist in großer Gefahr“, warnte BIHK-Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl in der „Alarmstufe Rot“ betitelten Mitteilung. Die Deindustrialisierung sei bereits im Gange.

Unmittelbare Folge ist laut BIHK zunächst, dass viele Firmen ihre Investitionen einfrieren: Mehr als ein Viertel der bayerischen Betriebe investiere der Befragung zufolge vorerst nicht mehr in die Aufrechterhaltung des eigenen Kerngeschäfts. Knapp ein Fünftel stellt demnach die Investitionen in den Klimaschutz ein und 14 Prozent geben keine Gelder mehr für Forschung und Entwicklung aus.

Dringende Forderung: Abgaben auf Strom senken

Die befragten Unternehmen fordern laut BIHK von der Politik zur Krisenbewältigung mehr Unterstützung. 70 Prozent erwarten gemäß der Umfrage von der Regierung schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren, unter anderem um den Ausbau sowie die Nutzung von Erneuerbaren Energien auch im eigenen Betrieb zu beschleunigen und auszuweiten. Vor allem in Industrie und im Handel seien zudem die Rufe laut, endlich die Steuern und Abgaben auf Strom zu senken.

„Die Preise für Energie müssen deutlich sinken. Das geht am besten und am nachhaltigsten, wenn es mehr Angebot gibt“, betonte Gößl. Es müsse daher alles auf den Markt, „was geht.“ Die Bundesregierung müsse unter anderem „die große Fehlentscheidung, die verbleibenden Atomkraftwerke nur auf die Reservebank zu schicken, dringend korrigieren.“

Befragt wurden die Unternehmen bereits im Juni und Juli, so dass die Ergebnisse nicht ganz aktuell sind. Doch sind die Energiepreise in der Zwischenzeit weiter gestiegen. (sn/dpa)

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