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Zoll-Abwicklung in der Blockchain

In Dortmund am Fraunhofer IML wird das Europäische Blockchain-Institut aufgebaut - jetzt sind erste Komponenten als Open Source veröffentlicht worden
© Foto: Chan2545/stock.adobe.com

Das federführend vom Fraunhofer IML geleitete Projekt Blockchain Europe hat mit „Border“ nun sein erstes Blockchain-Softwaresystem auf Open-Source-Basis zur Verfügung gestellt.


Datum:
16.01.2023
Autor:
Mareike Haus
Lesezeit:
3 min
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Das Projekt zum Aufbau des Europäischen Blockchain-Instituts, federführend geleitet vom Dortmunder Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML, nimmt Formen an. Wie das Fraunhofer IML mitteilt, wurde mit dem Softwaresystem „Border“ (Blockchain-basierte Organisation relevanter Daten im Extrahandel mit Rechtssicherheit) eine digitale Lösung für die papierbasierten Vorgänge der Zollabwicklung im Außenhandel als Open Source online gestellt.

So funktioniert „Border“: Der Zoll erstellt ein digitales Ausfuhrbegleitdokument (ABD) und überträgt es anschließend in die Software, die das Dokument mithilfe der Blockchain-Technologie allen beteiligten Partnern entlang der Lieferkette zur Verfügung stellt. Das ABD markiert laut Fraunhofer IML erst den Anfang: Mithilfe der Blockchain-Technologie ließen sich demnach noch weitere zollrelevante Dokumente digitalisieren – vom EU-Importprozess bis zu Finanzflüssen entlang der Transportkette.

„Die Veröffentlichung des ersten Blockchain-Softwaresystems untermauert die Bedeutung der Blockchain-Technologie für die Vision einer durchgängig digitalen Zollabwicklung“, sagt Professor Michael Henke, Institutsleiter am Fraunhofer IML. Sie schaffe Transparenz für alle Beteiligten im Ausfuhrprozess und berge das Potenzial, komplexe Prozesse wie Zollabwicklungen entscheidend zu vereinfachen und zu beschleunigen, so Henke weiter.

Zusätzlicher Blockchain-Baukasten veröffentlicht

Neben „Border“ haben die Forschenden noch weitere Bausteine quelloffen zur Verfügung gestellt. So lässt sich etwa auf einen gesamten Blockchain-Baukasten zugreifen, aus dem Software-Komponenten individuell genutzt und angepasst werden können. Dazu zählt ein „Token Manager“, der der Speicherung und Verwaltung von Dokumenten und anderen relevanten Datensätzen innerhalb der Blockchain dient. Passend dazu kann das „Autorisierungsmodul“ genutzt werden, welches ein Rollen-Rechte-System erstellt. Der „Light Node Service“ erstellt wiederum die Schnittstelle zwischen den Endgeräten und der Blockchain-Technologie.

Sowohl die „Border“-Software als auch die Digitale Mappe mit dem Blockchain-Baukasten steht im Repository der Open Logistics Foundation als Open Source zur freien Verfügung.

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