-- Anzeige --

Zalando will Onlinehandel umweltfreundlicher machen

Zalando will weniger Verpackungsmüll produzieren
© Foto: Zalando

Das Unternehmen setzt auf Papier- und Mehrwegverpackungen und fordert dies vom Onlinehandel generell.


Datum:
22.05.2019
Autor:
Stefanie Nonnenmann
NOCH KEINE Kommentare

-- Anzeige --

Berlin. Der Online-Einkauf beim Modehändler Zalando soll weniger Abfall und Kohlendioxid verursachen. Kosmetik werde nun in Papier statt in Plastiktaschen verpackt, außerdem solle es in diesem Jahr einen Test mit Mehrwegverpackungen für den Versand geben, wie das Unternehmen am Mittwoch bei der Hauptversammlung ankündigte. Zuvor hatte die „Rheinische Post” (Mittwoch) darüber berichtet.

„Kunden würden dann Textilien oder Kosmetikprodukte in einer Transportbox oder -tasche geliefert bekommen, die danach viele weitere Male für den Versand oder die Retoure genutzt werden kann”, erklärte Zalando-Managerin Melanie Hultsch. 

Der Online-Handel müsse umweltfreundlicher werden, sagte Vorstandsmitglied David Schneider in Berlin. Das sei auch wichtig für den Geschäftserfolg.

Mehr Transporte durch kleinere Pakete

Zalando hatte im vergangenen Geschäftsjahr jedoch damit zu kämpfen, dass die Bestellungen immer kleiner wurden - was die Flut der Pakete unabhängig von der Verpackung erhöht und mehr Transporte auslöst. Zur Zahl der Retouren schweigt das Unternehmen.

Auch die Aktionäre legen Wert auf das Thema Umweltschutz. Ihr Treffen zeigt aber, dass Onlinehändler Umweltschutz und Geldverdienen wohl nur sehr langsam in Balance bringen.

Beispiel Mindestbestellwert: Weil Italiener sehr oft für kleines Geld bestellten, liefert Zalando nur noch ab einer bestimmten Summe versandkostenfrei. Das gilt inzwischen auch in Spanien und auf den britischen Inseln, in Kürze auch in Skandinavien. Ergebnis: Die Warenkörbe werden wieder etwas größer, wie Vorstand Rubin Ritter sagte. 2018 Jahr war dies ein großes Problem: Bestellungen wurden kleiner, die Paketflut wuchs – mehr Transporterfahrten, mehr CO2.

Ritter meint aber, dass der Trend sich nur bremsen lasse, nicht aber stoppen. „Wir glauben nicht, dass es für das Geschäft gut wäre, zu versuchen, diesen Trend auf Biegen und Brechen umzukehren.“ Im wichtigsten Markt Deutschland komme wohl kein Mindestbestellwert. (dpa)

-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --

KOMMENTARE


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

-- Anzeige --

WEITERLESEN




NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


ANMELDUNG ZUM SMS-NEWSLETTER

Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.