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World Shipping Council: Containerverlust auf See ist enorm gestiegen

Der Bericht des World Shipping Council zeigt auf, wie viele Container tatsächlich im Meer verloren gehen
© Foto: Rinson Chory / unsplash

Der Bericht verdeutlicht das Ausmaß der verlorenen Container auf See: Vor 2021 ging rund ein Tausendstel über Bord, im vergangenen Jahr ist die Zahl um 18 Prozent gestiegen.


Datum:
23.06.2022
Autor:
Stefanie Schuhmacher
Lesezeit: 
3 min
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Im Jahr 2021 steuerten die Mitarbeiter und Besatzungen internationaler Linienreedereien 6300 Schiffe und lieferten in rund 241 Millionen Containern lebenswichtige Güter im Wert von 7 Billionen US-Dollar. Der Bericht des World Shipping Council (WSC) über verlorene Container auf See für den Zeitraum 2020-2021 zeigt, dass über Bord gegangene Container weniger als ein Tausendstel von 1 Prozent (%) (0,001 %) ausmachen. In den letzten beiden Jahren wurde jedoch eine besorgniserregende Unterbrechung des Abwärtstrends bei den Verlusten verzeichnet, da die durchschnittliche Anzahl der auf See verlorenen Container pro Jahr seit Beginn der Erhebung um 18 % auf 1.629 gestiegen ist.

Aus Sicht der Linienschifffahrtsbranche ist jeder über Bord gegangene Container einer zu viel, und die Reedereien arbeiten täglich mit den anderen Beteiligten der Lieferkette zusammen, um die Sicherheit zu verbessern. Doch selbst bei ordnungsgemäßem Packen der Ladung in den Container, korrektem Gewicht des Containers und ordnungsgemäßer Stauung und Sicherung an Bord des Schiffes können verschiedene Faktoren - von schlechtem Wetter und rauer See bis hin zu katastrophalen und seltenen Ereignissen wie Grundberührungen, strukturellem Versagen und Kollisionen - dazu führen, dass Container auf See verloren gehen. Im Winter 2020-21 gab es ungewöhnlich viele wetterbedingte Zwischenfälle, und die durchschnittlichen Verluste für den Zweijahreszeitraum 2020-2021 betrugen 3.113 im Vergleich zu 779 im vorangegangenen Zeitraum.

Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit ergreifen

Ausgelöst durch diese Ereignisse haben die Akteure des Seeverkehrs in der gesamten Lieferkette das Projekt Marin Top Tier zur Verbesserung der Containersicherheit ins Leben gerufen. Dieses Projekt soll sich über drei Jahre erstrecken und wissenschaftliche Analysen, Studien und Desktop-Studien sowie reale Messungen und Datenerhebungen nutzen, um spezifische, umsetzbare Empfehlungen zur Verringerung des Risikos von über Bord gegangenen Containern zu entwickeln und zu veröffentlichen.
Die ersten Ergebnisse der Studie zeigen, dass parametrisches Rollen besonders gefährlich ist.  Um solche Zwischenfälle zu verhindern, wurde eine Anleitung für Seeleute entwickelt, in der beschrieben wird, wie die Besatzung von Containerschiffen und das Betriebspersonal planen, erkennen und handeln können, um parametrisches Rollen im Seegang zu verhindern. Im Rahmen des Projekts werden noch viele weitere Themen, Tests und Messungen durchgeführt. 

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