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VVL vermeldet erfolgreichen Tarifabschluss in Berlin und Brandenburg

Die Gewerkschaft Verdi und der Verband Verkehr und Logistik Berlin und Brandenburg haben in der diesjährigen Tarifrunde einen Kompromiss verhandelt
© Foto: picture alliance / R. Goldmann

Der Verband Verkehr und Logistik Berlin und Brandenburg (VVL) und die Gewerkschaft Verdi haben sich in der diesjährigen Tarifrunde auf einen Kompromiss geeinigt. Eine von Verdi geforderte Einführung von Erfahrungsstufen für die gewerblichen Mitarbeiter gehört nicht dazu.


Datum:
14.03.2022
Autor:
Mareike Haus
Lesezeit: 
3 min
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Nach zwei Verhandlungsrunden konnte zwischen dem Verband Verkehr und Logistik Berlin und Brandenburg (VVL) und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ein Tarifabschluss erreicht werden. Im Ergebnis haben sich die Tarifparteien mit Wirkung mit Wirkung ab 1. März 2022 auf einen Kompromiss geeinigt. Die Laufzeit der Tarifverträge beträgt 18 Monate, eine Kündigung ist frühestens zum 31.08.2023 möglich. Im Detail wurde vereinbart:

  • Anhebung der Löhne und Gehälter der gewerblichen und der kaufmännischen Beschäftigten gem. VTV Berlin um 4,4 Prozent, wobei der Stundenlohn in den beiden untersten Stufen auf elf Euro angehoben wird. Ab dem 1. Oktober 2022 Anhebung der Stundenlöhne in den Entgeltgruppen VII und A I Stufe I auf 12 Euro sowie Erhöhung der Stundenvergütungen in den Entgeltgruppen A I Stufe 2 und A II Stufe I auf 12,10 Euro; die Stufe II der Entgeltgruppen A II wird gestrichen.
  • Anhebung der Löhne der gewerblichen Beschäftigten gem. LTV Brandenburg um 4,9 Prozent, wobei der Stundenlohn der Entgeltgruppe VII auf 11 Euro angehoben wird. Ab dem 1. Oktober 2022 Erhöhung der Stundenentgelte der Entgeltgruppen VII und VI auf zwölf Euro, in der Entgeltgruppe V auf 12,20 Euro.
  • Erhöhung der Gehälter der kaufmännischen Beschäftigten gem. GTV Brandenburg um 4,9 Prozent, wobei die Stundenlöhne der Entgeltgruppen A I Stufe I und II und A II Stufe I auf elf Euro angehoben werden. Ab dem 1. Oktober 2022 Anhebung der Entgeltgruppen A I Stufe I und II und A II Stufe I und III auf 12 Euro; Streichung der Stufe II der Entgeltgruppe A II.
  • Erhöhung der monatlichen Ausbildungsvergütungen um 150 Euro je Ausbildungsjahr.

Eine von Verdi geforderte Einführung von Erfahrungsstufen für die gewerblichen Mitarbeiter konnte damit abgewendet werden, betont die Arbeitgeberseite. Der Tarifabschluss entfalte zudem keine Bedeutung für die Kraftfahrer im Güterfernverkehr in Berlin und Brandenburg. Vielmehr habe man sich mit Verdi verständigt, die Entgeltanpassung vorerst zurückzustellen, heißt es seitens des VVL. Hintergrund sei die demnach kaum realisierbare Annäherung/Angleichung dieser Verträge an die Löhne der übrigen Kraftfahrer gem. LTV Brandenburg und VTV Berlin (Nahverkehr). Die Verhandlungen für diese beiden Verträge würden voraussichtlich im April fortgeführt.

„Mit dem vorliegenden Tarifabschluss konnte im Zuge der anhaltend hohen Inflation den Beschäftigten ein angemessener Ausgleich bei den Entgelten verhandelt werden, der auch ein Signal gegen den Fachkräftemangel im Gewerbe aussendet. Dies spiegelt sich auch in den deutlich gestiegenen Ausbildungsvergütungen nieder, die einen echten Beitrag zur Attraktivitätssteigerung der Ausbildungsberufe im Spedition- und Logistikgewerbe leisten“, sagt Willi Emons, Verhandlungsführer der VVL-Tarifkommission. Gleichzeitig gewännen die Unternehmen mit einer langen Laufzeit von 18 Monaten Planungssicherheit in einer Zeit, die von vielen perspektivischen Unsicherheiten gekennzeichnet sei.

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