Unternehmen pessimistisch: Ifo-Geschäftsklima tritt auf der Stelle

26.01.2026 13:18 Uhr | Lesezeit: 3 min
Der Schriftzug „ifo Institut - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V. ist am 15.10.2024 an einem Schild vor dem Hauptsitz der Forschungseinrichtung in München (Bayern) zu sehen.
Volkswirte hatten auf eine Erholung gehofft, doch der Ifo-Index enttäuscht
© Foto: Matthias Balk/picture alliance

Trotz leichter Lageverbesserung bleibt die deutsche Wirtschaft verhalten. Reformstau und Zölle dämpfen den Ausblick.

Die deutsche Wirtschaft kommt zum Jahresauftakt nicht in Schwung. Das Ifo-Geschäftsklima verharrte im Januar bei 87,6 Punkten, teilte das Ifo-Institut in München mit. Ökonomen hatten im Vorfeld im Durchschnitt mit einem Anstieg auf 88,2 Punkte gerechnet.

Zwar bewerteten die befragten Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage leicht besser, gleichzeitig verschlechterten sich jedoch die Erwartungen für die kommenden Monate. „Die deutsche Wirtschaft startet ohne Schwung ins neue Jahr“, erklärte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Für den Index befragt das Institut monatlich rund 9.000 Unternehmen. Das Ifo-Geschäftsklima gilt als wichtigster Frühindikator für die Konjunkturentwicklung in Deutschland.

Enttäuschung nach verhaltenem Jahresausblick

Nach zwei Rückgängen in Folge hatten viele Beobachter mit einer Erholung gerechnet. Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer sprach nun von einer Enttäuschung. Anders als noch in der ersten Hälfte des Vorjahres zeige der Trend beim Ifo-Index nicht mehr nach oben. Ursache dafür sei vor allem die Unzufriedenheit vieler Unternehmen mit dem Ausbleiben umfassender Reformen. Eine schnelle wirtschaftliche Erholung sei daher nicht zu erwarten.

Bundesbank sieht nur langsamen Aufschwung

Auch die Deutsche Bundesbank geht davon aus, dass die Konjunktur nur schrittweise an Fahrt gewinnt. Für das erste Quartal rechnet sie mit einem lediglich verhaltenen Wachstum. Für 2026 erwarten Volkswirte im Schnitt ein Plus von rund einem Prozent. Impulse könnten dabei vor allem von den umfangreichen staatlichen Investitionen in Infrastruktur und Rüstung ausgehen.

Gleichzeitig belasten jedoch hohe US-Zölle weiterhin die exportorientierte deutsche Industrie und bremsen die wirtschaftliche Dynamik.


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