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Transportunternehmen geraten zunehmend unter Druck

Es fehle an Möglichkeiten zur zertifizierten Testung für Fahrer, kritisiert der BGL-Süd
© Foto: zoranm/istockphoto.com

Die Transportunternehmen haben ohnehin mit einem Fahrermangel zu kämpfen, dieser werde durch die kurzfristige Einführung der 3G-Regel am Arbeitsplatz noch verschärft, kritisieren Branchenverbände aus Süddeutschland.


Datum:
26.11.2021
Autor:
Thomas Burgert
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Stuttgart/Freiburg/München. Die kurzfristig eingeführte 3G-Regelung für Fahrer stelle die Transportunternehmen angesichts des anhaltenden Fahrermangel aktuell vor große Herausforderungen, erklärte der BGL-Süd, eine Kooperation der BGL-Landesverbände aus Baden, Württemberg und Bayern. Zwar sei der überwiegende Anteil der Fahrer geimpft, doch falle wegen des ohnehin bestehenden Fahrermangels auch der Anteil nicht geimpfter Fahrer ins Gewicht. „Jeder Fahrer wird dringend gebraucht“, betonten die drei Landesverbände des Bundesverbands Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) in einer gemeinsamen Erklärung.

Lkw starten auch zu Zeiten, zu denen es kaum Testmöglichkeiten gibt

So fehle es an Möglichkeiten zur zertifizierten Testung für Fahrer, die Betriebsgelände von Kunden und Empfängern betreten müssen. Der BGL Süd erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass Lkw auch zu Zeiten starten müssen, zu denen Testmöglichkeiten kaum gegeben sind. Die Transport- und Logistikunternehmen hätten zwar in kürzester Zeit eigene Testmöglichkeiten organisiert, doch werde den Unternehmen die Situation durch enge Vorgaben erschwert. So zählen zwar laut der Aussage des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales Arbeitsplätze in Fahrzeugen und in Verkehrsmitteln nicht zu den Arbeitsstätten im Sinne von § 28 IfSG und sind insoweit dem Homeoffice gleichgestellt. Dies allein löse das Problem aber nicht, da der Fahrer den Lkw verlassen muss, etwa auf Betriebshöfen, an Rampen, bei Tankvorgängen oder Fahrzeugkontrollen.

Versorgungsengpass bei AdBlu

Die Schwierigkeiten der Unternehmen würden noch dadurch verschärft, dass man seit Wochen mit einer Verknappung von AdBlue zu kämpfen habe, das derzeit von der Chemischen Industrie nicht in ausreichender Menge produziert und geliefert werde, heißt es vom BGL-Süd weiter. Der BGL hat deshalb bereits ein wöchentliches Notkontingent für Mitglieder gesichert, denen AdBlue auszugehen droht und die daher ihre Fahrzeuge stehen lassen müssten. (tb)

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