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Stückgutkosten befinden sich weiter im Steigflug

Vor allem die hohen Kraftstoffpreise sind Treiber der steigenden Stückgutkosten 
© Foto: Eigens/stock.adobe.com

Bereits in der zweiten Jahreshälfte 2021 waren die Kosten um neun Prozent gestiegen. Angesichts der aktuellen Situation ist weiter keine Entlastung in Sicht, wie die jüngste Ausgabe des DSLV-Kostenindex Sammelgut zeigt.


Datum:
01.04.2022
Autor:
Stephanie Noll
Lesezeit: 
3 min
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Berlin. Die Sendungskosten für Stückgutlogistik werden weiter rasant ansteigen. Das prognostiziert der DSLV Bundesverband Spedition und Logistik anlässlich der Veröffentlichung der jüngsten Ausgabe seines Kostenindex Sammelgutspedition.

Bereits in der zweiten Hälfte des Jahres 2021 seien die Stückgutkosten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um neun Prozent gestiegen, so der Verband. Angesichts der rasanten Entwicklung der Energiekosten infolge des Kriegsgeschehens in der Ukraine werde dieser Trend nicht abflachen.

Hohe Kraftstoffkosten als Hauptursache

Der drastische Anstieg der Sendungskosten im Zeitraum Juli bis Dezember 2021 basierte laut DSLV maßgeblich auf einem Steigflug der Kraftstoffkosten um 31,2 Prozent. Ende des Jahres betrug deren Anteil demnach bereits 10,8 Prozent an den gesamten Sendungskosten und damit 2,8 Prozentpunkte an dem neunprozentigen Gesamtkostenanstieg. Zusätzlich verzeichneten die Systemlogistiker einen spürbaren Anstieg der Personalkosten (plus 6,5 Prozent) und Sachkosten (plus 8,1 Prozent).

„Perspektivisch ist mit weiter steigenden Betriebskostenverläufen und deshalb mit einer Verteuerung logistischer Prozesse zu rechnen“, sagte DSLV-Hauptgeschäftsführer Frank Huster. Seit Ausbruch des Ukraine-Konflikts seien die Dieselpreise innerhalb von vier Wochen um mehr als 30 Prozent gestiegen. „Der von der Bundesregierung angekündigte Steuernachlass von 0,14 Euro pro Liter Diesel und 0,06 Euro/Kilogramm LNG wird nicht entscheidend zur Entlastung vom hohen Kostendruck beitragen“, so Huster weiter.

Tipp: Vertragliche Preisgleitklauseln anpassen

Deshalb sei es umso wichtiger, dass es den Systemnetzbetreibern gelinge, die Kostenlast etwa durch eine Anpassung vertraglicher Preisgleitklauseln auf den Güterverkehrsmärkten zu überwälzen. Die inzwischen erfolgte Verkürzung der Berichterstattung des Statistischen Bundesamts auf wöchentliche Intervalle sei insofern zu begrüßen, weil sie zur Transparenz der Kraftstoffpreise auf vergleichsweise aktueller Basis beitragen könne.

Für die halbjährliche Ermittlung des DSLV-Kostenindex Sammelgut speisen 116 Umschlagdepots von 13 Systemverkehr-Netzwerken Daten über mehr als 21 Millionen Sendungen in die Erhebung ein. (sn)

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