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Straßengüterverkehr: Handelsverband fordert Ausnahmen bei Lkw-Maut

Edeka Logistikzentrum Landsberg von oben mit Lkw
Der Einzelhandel ist auf eine funktionierende Logistik auf der Straße angewiesen, betont der HDE
© Foto: Edeka

Die Belastungsgrenze der Transportbranche ist laut dem Handelsverband Deutschland erreicht, weshalb er kurzfristig greifende Maßnahmen für den Straßengüterverkehr fordert.


Datum:
24.01.2024
Autor:
Thomas Burgert
Lesezeit:
3 min
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Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat die Einsetzung einer Kommission zur Unterstützung der Logistikbranche im Bundesverkehrsministerium begrüßt, sieht die Kommission aber großen Herausforderungen. „Der Einzelhandel ist auf eine funktionierende und zuverlässige Logistik auf der Straße angewiesen, um seinen Versorgungsauftrag in der Fläche erfüllen zu können“, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. „Intakte Straßen, Transportkapazitäten und Fahrpersonal sind eine wesentliche Voraussetzung für die Belieferung der Filialen und Geschäfte des Einzelhandels“.

Genth wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Belastungsgrenze sowohl der Transportbranche als auch der eigenen Flotten des Handels erreicht sei. „Hohe Kosten, marode Straßen und mangelhafte Förderung der Transformation zu alternativen Antrieben“ würden die Branche vor große Herausforderungen stellen.

Die Kommission für Straßengüterverkehr soll Maßnahmen erarbeiten, um die Unternehmen verlässlich zu unterstützen. Notwendig sind laut HDE hier Maßnahmen, die sowohl kurzfristig für Entlastung sorgen als auch mittel- bis langfristig den Umstieg auf CO2-freie Transporte ermöglichen.


"Die politisch Stärkung der Schiene allein reicht nicht aus, um Deutschland in der Fläche und bis in die Städte hinein zufriedenstellend zu versorgen."

HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth


HDE nennt Erhöhung der CO2-Bepreisung kontraproduktiv

„Die kürzlich umgesetzte Erhöhung der Lkw-Maut und die gleichzeitige Erhöhung der CO2-Bepreisung wirken hier kontraproduktiv und verteuern Straßentransporte, ohne dass ausreichende Alternativen zur Verfügung stehen“, erklärte Genth. Daher müssten kurzfristig wirksame Maßnahmen umgesetzt werden, wie beispielsweise die Vergünstigung von biologischen Kraftstoffen und die Ausnahme von kleinen Nutzfahrzeugen bei der Lkw-Maut, die im Juli in Kraft treten soll.

Mittel- bis langfristig müsse zudem die Förderung elektrisch betriebener Fahrzeuge mit entsprechender Lade- und Tankinfrastruktur für Wasserstoff im Fokus stehen, da ein wirtschaftlicher Betrieb aufgrund hoher Investitionskosten kaum denkbar sei.

„Wir erwarten mit der Arbeit der Kommission einen ernsthaften Versuch des Verkehrsministeriums, die Herausforderungen der Straße zu lösen. Die politisch gewollte und richtige Stärkung der Schiene allein reicht nicht aus, um Deutschland in der Fläche und bis in die Städte hinein zufriedenstellend zu versorgen“, sagte Genth abschließend.

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