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Speditionen gehen die Fahrer aus

DSLV-Präsident Mathias Krage
© Foto: VR-Archiv

Mangel an qualifiziertem Personal entwickelt sich zunehmend zur Wachstumsbremse für den Transportmarkt


Datum:
09.05.2011
4 Kommentare

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Bremen. Deutschlands Spediteuren fehlen im Aufschwung ausreichend Lastwagenfahrer. „Der drohende Mangel an qualifiziertem Personal droht sich zur Wachstumsbremse für den Transportmarkt zu entwickeln", sagte Mathias Krage, Präsident des Deutschen Speditions- und Logistikverbandes (DSLV), dem „Weser-Kurier". „Spediteure können aufgrund fehlender Fahrer in Kapazitätsengpässe geraten." Nach Verbandsangaben sind bundesweit 770.000 Fahrer sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

Ein weiteres Risiko seien die hohen Treibstoffpreise. „Nicht allen Unternehmen gelingt es, den Höhenflug der Dieselpreise an ihre Auftraggeber weiterzuleiten", sagte Krage der Zeitung. „Gleichzeitig kämpfen viele um höhere Preise, um den krisenbedingten Absturz der Transportentgelte wieder auszugleichen."

Auch der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) bestätigte das Fahrerproblem. DIHK-Experte Patrick Thiele sagte der Zeitung: „Da ist zum einen der demografiebedingte Rückgang an jungen Leuten. Zum anderen werden die Fahrzeuge technisch immer anspruchsvoller und damit wachsen auch die Anforderungen an die Ausbildung. Aber auch die Arbeitszeiten im Fernverkehr spielen eine Rolle. Außerdem fällt die Bundeswehr als wichtiger Ausbilder immer mehr aus." (dpa) 

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KOMMENTARE


Thomas Becker

23.06.2011 - 15:26 Uhr

Hallo Herr DSLV-Präsident Mathias Krage,Dann sorgen Sie doch dafür das ein Leistungsgerechter Lohn als Berufskraftfahrer bezahlt wird. Dann komme ich gerne wieder zurück. Und Lenke wieder einen Lkw. Sorry momentan bekomme ich als Hilfsarbeiter ein Stunden Lohn von 13,73 € Brutto Und als Lkw Fahrer habe ich einen Stunden Lohn von ca. 5,50 Brutto bis ca. 7,10 € Brutto. Auch das Be und Entladen ist Arbeitszeit. Und kein Herzblut wie so viele Speditionen meinen. Als Hilfsarbeiter bin ich jeden Abend zu Hause bei meiner Familie und habe ein geregeltes Leben. Als Berufskraftfahrer was ich übrigens auch wirklich gelernt habe. Habe ich heute nur Stress werde von allen seitden beschimpft und genötigt gegen irgend welche Gesetze zu verstoßen. Alle Speditionen und Transportunternehmer meinen 13 bzw. 15 Stunden (Schichtzeit was es im übrigen so nicht gibt) wäre gleich Arbeitszeit. Nee lieber Präsident des DSLV so bekommt Ihr keine neuen Fahrer. Im gegenteil immer mehr Kollegen laufen euch davon und die Alten 50 plus scheiden nach und nach aus!!!! Schönen Grüße ein Ex-Fahrer


V480 Truck

16.07.2011 - 12:48 Uhr

Dieser Beitrag ist die beste negativ Werbung für das Transportgewerbe.Demolierter Spiegel: Fahrer haftet teilweiseWer sich plündern lassen will, wird LKW Fahrer


Roland Wagner

02.10.2011 - 17:35 Uhr

Ich denke mal, wenn die Speditionen & Transportfirmen mal richtig bezahlen würden, würden auch wieder Fahrer da sein. Das andere ist auch der Umgangston wie manche Disponenten mit einem Reden, die meisten haben doch null Ahnung ( eben von der Schule abgegangen)und schon meinen die das sie die Größten sind und alle springen nach unserer Pfeife, die sind doch alle (fast)selber die größten Pfeifen. Und dann mit dem ganzen Blödsinn wie zB. Lebenslauf,Zeugnisse usw, wenn ein Fahrer zB. 20 Jahre Erfahrung hat, topfit ist,zuverlässig und ehrlich ist usw wenn interesiert so ein blöder Papierkram und Schulbildung usw. Es gibt soviele Fahrer wo nichts gelernt haben,keine Schulabschluss usw, trotzdem absolut Top als Fahrer sind, aber nein immer diese Scheiße mit dem Zeugniss usw. Ich jedenfalls lasse mir von keinem Disponent Druck machen oder mich einschüchtern wenn du das nicht tust(zB Lenkzeitüberschreitung,Überladen) fliegst du raus, na der kann mich mal. Ich fahre den LKW und ich alleine endscheide wann ich Pause mache,wielange ich Pause mache, ob ich mehr lade oder nicht und ob ich heize wie en Blöder zum Kunde oder nicht, ist mein Führerschei und mein Leben und das setze ich mit Sicherheit nicht aufs Spiel wegen einer Firma die meint sie müssten Ihre Fahrer ausbeuten um noch mehr zu kassieren, niemals.


MS

04.10.2011 - 20:14 Uhr

Das Problem sind doch die großen Konzernunternehmungen, wie Gelb/Blau oder der Bahn-Ableger. Die machen sämtliche Frachtpreise kaputt. Wie soll der Mittelständler dann mehr an seine Arbeiter bezahlen. Geht nicht, also Schwachsinn. Die großen Gelben müssen ja nicht mal Steuern zahlen! Die Preise werden auch durch findige Manager kaputt gemacht, die nach 1 Jahr interner Betriebsumstrukturierung Gelder eingespart haben und sich dann mit der fetten Prämie aus dem Staub machen. Mittelständler können heute nicht mehr Hamburg - München in einem Ritt fahren,aber WIR, als Verbraucher, wollen alles am nächsten Tag haben. Wir sind doch selber Schuld.


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