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Berufskraftfahrer: BAG warnt vor Schulungsstau

Vor allem kleinere Unternehmen haben bislang keine Schulungstermine festgelegt
© Foto: LKW: ddp/Jörg Koch; Schultafel: pixelio.de/Gerd Altmann; Montage: Nonnenmann

Eine aktuelle Marktbeobachtung untersucht die Berufskraftfahrer-Qualifizierung: Demnach ist die Fahrer-Weiterbildung bei kleinen Unternehmen kein Thema


Datum:
11.01.2011
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Köln. Der Großteil der deutschen Transportunternehmer hat sich noch nicht mit dem Thema Berufskraftfahrer-Qualifizierung beschäftigt. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Bundesamts für Güterverkehr (BAG), welche vor einem Schulungsstau ab dem Jahr 2012 warnt. Laut BAG zeigen sich deutliche Unterschiede bei der Fahrer-Weiterbildung in Abhängigkeit von der Unternehmensgröße. Nach Einschätzungen der Marktbeobachter haben bislang vor allem größere und mittelständische Unternehmen mit den Weiterbildungsschulungen für ihre Fahrer begonnen. Viele kleinere Unternehmen - vor allem Einzelfahrer und solche, die mit wenigen Fahrzeugen als Subunternehmer tätig sind - haben hingegen bislang keine Schulungstermine festgelegt und sich teilweise noch nicht einmal mit den Anforderungen und Fristen der neuen gesetzlichen Vorgaben befasst.

Eine abwartende Haltung nehmen demnach auch Unternehmen ein, die Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von unter zwölf Tonnen einsetzen. Da diese Transporteure keine mautpflichtigen Fahrzeuge verwenden, können sie keine Fördermittel im Zuge des Förderprogramms „Aus- und Weiterbildung" für ihre Fahrer beantragen.

Obwohl grundsätzlich die Fahrer für die Weiterbildung selbst verantwortlich sind, bezahlen nach Kenntnis des BAG die meisten Unternehmen, die bisher bereits für ihre Fahrer Schulungen im Sinne des BKrFQG organisiert haben, die vorgeschriebenen Weiterbildungskurse. Grund hierfür sei meist die Absicht die Fahrer an das Unternehmen zu binden. Die Betriebe beantragen dazu Fördermittel im Rahmen des vom BAG betreuten Förderprogramms „Aus- und Weiterbildung". In einigen Fällen tragen laut Studie die Fahrer zwar die restlichen Kosten, dass jedoch der komplette Preis für die Weiterbildung alleine vom Fahrer finanziert werden muss, stelle bei den bisherigen Unterrichtsteilnehmern eher die Ausnahme dar. Vorwiegend kleine Transportunternehmen seien sich teilweise noch unsicher, ob sie die Kosten der Weiterbildung für ihre Fahrer übernehmen werden.

Obwohl bislang viele Unternehmen noch nicht mit den Weiterbildungsschulungen begonnen haben, scheint die finanzielle Unterstützung aus dem staatlichen Förderprogramm im Rahmen der Mautharmonisierung bei einigen Unternehmen, die bislang Qualifizierungskurse für ihre Beschäftigten organisiert haben, die Umsetzung zu beschleunigen. Die vergleichsweise hohe Förderquote von 70 Prozent für kleine und mittlere Unternehmen sowie 60 Prozent für die übrigen Betriebe regt laut BAG-Erkenntnissen dazu an, das Programm zu nutzen und Schulungen durchzuführen. Dies gelte zumindest für die Unternehmen, die bisher ihre Fahrer nicht regelmäßig fortgebildet haben. Betriebe, die schon vorher für eine kontinuierliche Qualifizierung ihrer Fahrerbelegschaft gesorgt haben, würden zwar von der finanziellen Entlastung durch die Fördergelder profitieren, ein Einfluss auf die Umsetzung der Fortbildungsmaßnahmen sei bei ihnen jedoch nicht festzustellen. (sb) 

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