-- Anzeige --

Sektorales Lkw-Fahrverbot: Italien wirft Tirol Ungleichbehandlung vor

Das sektorale Lkw-Fahrverbot gilt auf dem Teilabschnitt der Inntal-Autobahn A 12 zwischen Langkampfen und Ampass
© Foto: Roland Mühlanger/APA/picturedesk/picture-alliance

Die italienischen Handelskammern monieren, dass seit Jahresbeginn deutlich zwischen dem Ziel- und Quellverkehr in Tirol und dem Transitverkehr unterschieden wird und wittern Wettbewerbsverzerrung.


Datum:
09.03.2020
Autor:
André Gieße
NOCH KEINE Kommentare

-- Anzeige --

Innsbruck/Rom. Eine Ungleichbehandlung aufgrund der Verschärfung des sektoralen Lkw-Fahrverbots seit dem Jahresbeginn werfen die italienischen Handelskammern dem Land Tirol vor. Es werde deutlich zwischen dem Ziel- und Quellverkehr in Tirol und dem Transitverkehr unterschieden.

„Für den Transitverkehr herrschen eindeutig strengere Einschränkungen. So war zum Beispiel aufgrund des sektoralen Fahrverbots ein Transport von Trient nach München bis zum 31. Dezember 2019 nur mit Lkw der Euro-Klasse VI möglich, Transporte von Trient nach Innsbruck oder von Innsbruck nach München hingegen auch mit Euro IV, obwohl solche Fahrzeuge einen um 88 Prozent höheren Stickoxid-Ausstoß aufweisen“, zitiert „Südtirol News“ das italienische Handelskammersystem.

Tiroler dürfen ältere LKW einsetzen

Viele Unternehmen aus Südtirol, Trentino und Bayern hätten mit bedeutenden Investitionen ihren Fuhrpark mit Fahrzeugen der Euro-Klasse VI aufgerüstet. Diese dürfen aber seit 1. Januar 2020 im Sinne des erweiterten sektoralen Lkw-Fahrverbotes auch nicht mehr in Tirol verkehren, wenn sie bestimmte Waren transportieren. Davon ausgenommen sind lediglich die Euro-VI-Fahrzeuge, die nach dem 31. August 2018 zugelassen wurden.

Es würden offensichtlich die Tiroler Unternehmen begünstigt, da sie ältere und die Umwelt stärker belastende Fahrzeuge einsetzen können. „Dadurch wird der Versuch vereitelt, die Umwelt zu schützen. Zudem können auf diese Weise die Transportunternehmen in Tirol Dienste anbieten, welche die italienischen und deutschen Transportunternehmen aufgrund der Verbote nicht umsetzen könnten“, heißt es seitens des italienischen Handelskammersystems. (ms/ag)

-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --

KOMMENTARE


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

-- Anzeige --

WEITERLESEN




NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.