Probleme bei der Handelsschifffahrt mit US-Sicherheitsprogramm

30.09.2002 15:18 Uhr

Unruhe bei Spediteuren und Verladern über Maßnahmen im Anti-Terrorkampf

Hamburg. Das von den USA im Rahmen des Antiterror-Kampfes gestartete "Container Safety Program" sorgt im Seeverkehr von und nach den USA für Unruhe unter Reedern, Spediteuren und Verladern. Das Programm verursache unter anderem neue Kostenbelastungen, bei denen nicht klar sei, wer dafür aufzukommen habe. Diese Klagen waren auf einer Tagung des Hamburger Senats am Internationalen Seegerichtshof (ITLOS)in Hamburg zu hören. Thema: "Weltweiter Terrorismus – neue Herausforderungen für die Handelsschifffahrt". In mehreren Beispielen belegte Bernd Kröger, Hauptgeschäftsführer beim Verband Deutscher Reeder (VDR), wie sehr das Programm die Abläufe bei den Reedereien beeinträchtigt. So musste die Schiffsführung eines deutschen Containerschiffs auf Anordnung der US-Zollbehörden in einem US-Hafen Container zur Kontrolle aus dem Frachtraum holen lassen, die eigentlich für einen anderen Hafen bestimmt und folglich entsprechend gestaut waren. Kröger: "Diese Aktion führte zu nicht eingeplanten Mehrausgaben beim Umschlag von rund 30.000 US-Dollar." Darüber hinaus sei der Fahrplan des Schiffes "völlig durcheinander geraten". Kröger warnte davor, dass durch solche Praktiken das in Jahrzehnten verfeinerte intermodale Transportsystem gefährdet wird, was sich wiederum negativ auf den Außenhandel mit den USA auswirken könnte. (vr/eha)

MEISTGELESEN


STELLENANGEBOTE


KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.