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Polen will Komplettüberwachung für Gefahrguttransporte

Polnische Flagge
Polen will Straßengütertransporte stärker überwachen
© Foto: NurPhoto/picture-alliance

Lkw mit meldepflichtigen Ladungen werden mit so genannten Lokalisatoren ausgestattet. Die Behörden sollen so jeden Fahrweg überwachen und mit der gemeldeten Strecke vergleichen können.


Datum:
28.06.2018
Autor:
Stefanie Nonnenmann
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Warschau . Die Überwachung des Straßentransports in Polen soll wesentlich verbessert werden. Das Parlament in Warschau beschloss die Einführung von so genannten Lokalisatoren, mit deren Hilfe der Standort von Lkw jederzeit genauer und zuverlässiger bestimmt werden kann. Hierbei geht es zunächst um Gefahrengüter und andere melde- und gebührenpflichtige Transporte. Spediteure, die nicht laufend ihre aktuellen Koordinaten durchgeben, sollen mit Strafen von bis zu 10.000 Zloty (fast 2400 Euro) belegt werden.

Wer auf andere Weise die Lokalisatoren manipuliert oder unsachgemäß mit ihnen umgeht, muss mit Mandaten in Höhe von 5000-7500 Zloty (ca. 1200-1800 Euro) rechnen. Das satellitengesteuerte System soll über eine kostenlose App des polnischen Zollamtes funktionieren, die von den Transporteuren auf Tablet oder Smartphone installiert werden muss. Zusätzlich sendet ein im Lkw installiertes Gerät - etwa ein GPS-Modul - Signale aus, die auf den Straßen von Empfangsstationen registriert und verarbeitet werden können. Auf diese Weise sollen gemeldete und tatsächliche Fahrwege von Transporten verglichen und somit leichter Zoll- und Mehrwertsteuerbetrug entdeckt werden. Nach der als reine Formsache betrachteten Zustimmung des polnischen Senats und der Unterschrift des Staatspräsidenten kann das Gesetz noch in diesem Jahr in Kraft treten. (mk)

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