Opposition sieht einen „Infrastruktur-Notstand“ in NRW

17.06.2026 11:12 Uhr | Lesezeit: 3 min
Pkw und Lkw fahren auf Rheinbrücke Bonn-Nord
Jede dritte Brücke in Nordrhein-Westfalen sei marode, sagte SPD-Vizefraktionschef Vogt im Düsseldorfer Landtag
© Foto: picture alliance/dpa/Thomas Banneyer

Vor allem wegen maroder Brücken kommt es auf zentralen Verkehrsachsen in NRW zu massiven Beeinträchtigungen, weshalb die Opposition im Landtag einen Regierungsplan fordert.

Angesichts zahlreicher akuter Verkehrsprobleme in Nordrhein-Westfalen hat die SPD-Opposition der Landesregierung vorgeworfen, keinen Plan zu haben, wie der „Infrastruktur-Notstand“ zu beseitigen ist. Inzwischen seien 2439 Brücken und damit jede dritte Brücke in Nordrhein-Westfalen marode, sagte SPD-Vizefraktionschef Alexander Vogt im Düsseldorfer Landtag. In einer von allen drei Oppositionsfraktionen beantragten Aktuellen Stunde ging es unter anderem um massive Beeinträchtigungen auf zentralen Verkehrsachsen im Rheinland und im Ruhrgebiet:

  • die unerwartete Sperrung der Bonner Nordbrücke auf der A565
  • die zehntägige Vollsperrung der A40
  • die Sperrung der Eifeltor-Brücke auf der A4 für den Schwerlastverkehr
  • anstehende Sperrungen auf der A43

SPD fordert eine zentrale Koordinierungsstelle

„NRW ist inzwischen nicht mehr das Land der kurzen Wege – NRW ist das Land der langen Umleitungen“, kritisierte Vogt. Das Land brauche eine starke zentrale Koordinierungsstelle, die Baustellen landesweit plane, priorisiere und aufeinander abstimme. „Wenn gleichzeitig Brücken gesperrt, Schleusen kaputt, Straßen saniert und Schienenstrecken beeinträchtigt sind, dann muss irgendjemand den Überblick behalten und sich nicht mit Verweis auf fehlende Zuständigkeit wegducken.“ Für die Stadt Bonn fordert die SPD wegen der gesperrten Nordbrücke ein sofortiges finanzielles Hilfspaket. Die AfD zweifelt den Sinn solcher Maßnahmen an.


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