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Neue körperliche Auseinandersetzung zwischen Spediteur und Lkw-Fahrer

15.04.2024 13:02 Uhr | Lesezeit: 2 min
Mann in Handschellen wird von Polizist abgeführt, die Köpfe sind abgeschnitten
Nach einer Auseinandersetzung zwischen Spediteur und Lkw-Fahrer wurden beide vorübergehend festgenommen (Symbolbild)
© Foto: picture alliance/dpa/Johannes Neudecker

2023 streiken in Südhessen Lkw-Fahrer einer polnischen Spedition für ihren Lohn. Der Chef rückt damals mit einem Rollkommando an. Nun gerät er erneut in handfesten Streit mit einem Lasterfahrer.

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Der Spediteur, der 2023 bei einem Streik von Lkw-Fahrern wegen ausstehenden Lohns auf der südhessischen Autobahnraststätte Gräfenhausen bekannt geworden war, ist erneut in eine körperliche Auseinandersetzung verwickelt gewesen. Wie das bayerische Polizeipräsidium Schwaben Süd/West am Sonntag mitteilte, war der 41-jährige Chef einer polnischen Logistikfirma am Samstag auf der Autobahnrastanlage Burgauer See im schwäbischen Kreis Günzburg mit einem 31 Jahre alten usbekischen Lastwagenfahrer aneinandergeraten. Ein Klappmesser und ein Reizstoffsprühgerät seien "zwischen den Streitenden zum Einsatz" gekommen.  

Die alarmierte Polizei habe die beiden leicht verletzten Kontrahenten widerstandslos vorübergehend festgenommen. Sie wurden in einem Krankenhaus medizinisch versorgt. Die Polizei begann, gegen beide Männer wegen mutmaßlicher gefährlicher Körperverletzung zu ermitteln. Der Speditionschef musste nach den Angaben "eine Sicherheitsleistung im mittleren vierstelligen Bereich" zahlen. Anschließend wurden beide entlassen. 

Am Freitagabend, 12. April, hatte der Lkw-Fahrer laut Polizei bei seinem Chef telefonisch gekündigt, weil er keinen Lohn mehr bekommen habe. Am Samstagmorgen traf der Unternehmenschef der Polizei zufolge mit einem Ersatzfahrer und einem weiteren Mitarbeiter an der Rastanlage Burgauer See ein, "um die Weiterfahrt des Lkw zu gewährleisten". Der niederländische Gewerkschafter Edwin Atema, der sich international für Lastwagenfahrer einsetzt, fuhr laut der "Frankfurter Rundschau" (Montag) danach zu dem 31-jährigen Usbeken. "Der Fahrer dachte wirklich, dass er sterben sollte", berichtete Atema demnach. Die polnische Spedition äußerte sich am Sonntag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur zunächst nicht dazu. 

Die bayerische Polizei teilte weiter mit: "Der beschuldigte Unternehmer war bereits in der Vergangenheit in ähnlichen Fällen in Erscheinung getreten." Sie erinnerte an den Einsatz eines Sicherheitsdienstes mit einem gepanzerten Fahrzeug vor einem Jahr auf der südhessischen Autobahnraststätte Gräfenhausen, "um die Sattelzüge der dort streikenden Fahrer zurückzuführen". Damals kam es zu 16 vorläufigen Festnahmen. Der Streik rückte – wie später ein ähnlicher Konflikt derselben Spedition – die Arbeitsbedingungen im internationalen Gütertransport in den Blick einer breiteren Öffentlichkeit und der Politik.

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