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Lübecker Hafen-Gesellschaft will 2011 Gewinn erzielen

2010 spürte auch der Lübecker Hafen das Anziehen der Konjunktur 
© Foto: VR/Eckhard-Herbert Arndt

Unternehmen profitierte von der allgemeinen wirtschaftlichen Erholung: Sorge über starken Wettbewerb seitens der Bahnen im Südschweden-Verkehr


Datum:
10.12.2010
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Hamburg/Lübeck. Die Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) wird 2010 eine „schwarze Null" erwirtschaftet haben. Das bestätigte LHG-Sprecher Rolf Klein gegenüber der VerkehrsRundschau. Zur Erinnerung: 2009 hatte das Umschlag- und Logistik-Unternehmen noch einen Verlust von rund fünf Millionen Euro ausgewiesen. Klein weiter: „Für 2011 erwarten wir wieder die Rückkehr in die Gewinnzone."

2010 konnten die Lübecker Häfen beim Umschlag wieder zulegen. Bis Ende Oktober – weitere Zahlen liegen derzeit noch nicht vor – gingen rund 22,5 Millionen Tonnen über die Kaianlagen der verschiedenen Terminals. Das entspricht einem Zuwachs von gut 2,2 Prozent gegenüber Vorjahr. Auf den lokalen Marktführer LHG entfielen gut 20,6 Millionen Tonnen (plus zwei Prozent). Klein: „Für uns entwickelten sich die verschiedenen Segmente unterschiedlich gut. Beim Papier konnten wir auf Tonnagebasis um 16 Prozent, bei Neu-Fahrzeugen um 45 Prozent und bei Containern um acht Prozent gegenüber 2009 zulegen."

Beim Trailer-Umschlag wurde das Vorjahresergebnis mit rund 600.000 Frachteinheiten bestätigt. Zwei besondere Einflüsse machen sich hier bemerkbar. Der Rückzug der Stena-Line aus Travemünde zum 1. September und ein starker Wettbewerb seitens der Bahnen im Südschweden-Verkehr. Die Transporte laufen dabei über die festen Querungen zwischen Dänemark und Schweden. Klein sprach von „gewissen Sorgenfalten", die dem Umschlagunternehmen gerade das verstärkte Auftreten der Bahn im Markt bereite. Bei der LHG vermutet man, dass dies noch eine Art Nachwehe der Weltwirtschaftskrise ist. Klein: „Eine Reihe von Speditions-und Logistik-Unternehmen hat sich einfach nach neuen Verkehrswegen als Alternative zum Fährverkehr umgesehen." Für 2011 liege daher ein besonderer Tätigkeitsschwerpunkt darin, verloren gegangene Mengen wieder über die bisherigen Wege – also den Fährverkehr – zu lenken.

Indes hat die LHG die Weichen für einen Generationswechsel in der Geschäftsführung gestellt. Hans-Gerd Gieleßen, der neben Heinrich Beckmann das Management bildet, geht zum 30. April nächsten Jahres in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird der 37-jährige Ulfbenno Krüger. Er ist derzeit als Projektdirektor beim Mobilitätskonzern Arriva tätig und kümmert sich dort um „europaweite Projekte". Krüger wird vom 1. April 2011 an bei der LHG für den „kaufmännischen und administrativen Bereich" verantwortlich zeichnen. Beckmann obliegt der Vertrieb und Betrieb. (eha) 

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