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LBS: Lkw-Fahrer werden zum Falschparken gezwungen

Land Rheinland-Pfalz baut an Autobahn-Parkplätzen
Die Mangelwirtschaft an verfügbaren Lkw-Parkplätzen ist aus Sicht des LBS systembedingt
© Foto: McPHOTO/blickwinkel/picture-alliance

Mit Blick auf die Parkplatz-Situation für Lkw auf Rastplätzen fordert der Landesverband Bayerischer Spediteure den Bund auf, bei der Sicherheit nicht mit zweierlei Maß zu messen.


Datum:
11.11.2022
Autor:
Thomas Burgert
Lesezeit:
4 min
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„Richtige Beobachtung, aber vereinfachte Schlussfolgerung“, kommentiert der Landesverband Bayerischer Spediteure (LBS) die jüngste Studie des ADAC zur Situation auf den Parkplätzen entlang der Bundesautobahnen. Der Automobilclub hatte anhand von Stichproben festgestellt, dass Lkw-Fahrer in hohem Umfang „falsch“ parken, so der ADAC in einer Mitteilung. Dabei stellt der ADAC einige Zeilen weiter selbst fest, dass dieses „falsch“ eigentlich „richtig“ ist, wenn er in der Mitteilung schreibt: „Wer einen Brummi steuert und die gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten einhalten will, ist regelmäßig gezwungen, das Fahrzeug verbotswidrig abzustellen.“

Laut LBS ist das Dilemma der Fahrerinnen und Fahrer seit Jahren bekannt. Geändert habe sich „gleichwohl nichts“, so die ernüchternde Feststellung des Verbandes. Weil schon bei geringsten Verstößen gegen die gesetzlich verordneten Lenk- und Ruhezeiten drastische Strafen drohen, sei „die Mangelwirtschaft an verfügbaren Parkplätzen systembedingt und führt tagtäglich zu kritischen Situationen, wie sie der ADAC während seiner Studie festgestellt hat“, so die Einschätzung des LBS. „Der Bund in seiner Doppelfunktion als Gesetzgeber einerseits und Bereitsteller von Infrastruktur andererseits gewichtet offenbar das Thema Sicherheit unter zweierlei Maßstäben“, sagte dazu LBS-Geschäftsführerin Sabine Lehmann. Aus Sicht des LBS ist ein entsprechendes Angebot an Parkplätzen vonnöten, damit die Fahrerinnen und Fahrer auch rechtzeitig und risikofrei diese Pausen antreten können.

Das Defizit bei den Lkw-Parkplätzen an der Autobahn falle „umso schwerer ins Gewicht, als die heute gegebenen Verhältnisse weit davon entfernt sind, die künftigen Bedarfe an Parkpositionen abzudecken, die für das Laden der Batterien von E-Lkw erforderlich sein werden“, prognostiziert der Verband. „Es ist vernünftig, die Pausen des Fahrpersonals zu nutzen, um in dieser Zeit die Akkus der E-Lkw nachzuladen“, machte Lehmann auf einen bislang wenig beachteten Aspekt aufmerksam, betont aber: „Dafür aber braucht es ein Mehrfaches dessen an Parkpositionen mit Ladestationen als die Zahl, die heute nur zum Parken zur Verfügung steht.“ (tb)

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