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ADAC: Lkw-Falschparker nachts fast die Regel

Weil so viele Lkw-Parkplätze fehlen, müssen die Fahrer teilweise im absoluten Halteverbot parken
© Foto: Christoph Hardt / Geisler-Fotopress / picture alliance

Lastwagenfahrer wissen nachts häufig nicht, wohin mit ihren Fahrzeugen. Laut ADAC fehlen bundesweit mehr als 20 000 Stellplätze. Bei einem Test des Verbands fiel allerdings eine Raststätte in Niedersachsen positiv auf.


Datum:
08.11.2022
Autor:
Stefanie Schuhmacher/ dpa
Lesezeit:
2 min
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Falsch geparkte Lastwagen auf Autobahn-Rastanlagen sind einem ADAC-Test zufolge nachts "eher die Regel". Der Autoclub hat an 96 Rastanlagen in 14 Bundesländern gezählt, wie viele Lastwagen zwischen 22 Uhr und Mitternacht falsch abgestellt waren. Ergebnis: "90 Prozent der Lkw parken mangels Stellflächen in absoluten Haltverboten."


Bundesweit fanden die Tester die meisten Falschparker auf der Raststätte Kassel Ost Lohfelden (A7, Hessen) mit zehn hochriskant abgestellten Lastwagen.  Österreich und Italien bekämpften das Falschparken mit Videoüberwachung an den Rastanlagen und drakonischen Strafen. In Deutschland dagegen zahlten Lkw-Fahrer für Parken im absoluten Halteverbot im besten Fall nur 35 Euro.



20.000 Lkw-Stellplätze fehlen

Weil mehr als 20.000 Stellplätze fehlten, müssten sich Lkw-Fahrer Nacht für Nacht nach Alternativen umsehen - die Folge sei mitunter ein "großes Sicherheitsrisiko", warnte der ADAC am Dienstag. An jeder zweiten Anlage werde "hochriskant geparkt", etwa im Ein- oder Ausfahrtbereich oder auf dem Seitenstreifen der Autobahn.

Berufskraftfahrer parken im absoluten Halteverbot

Auf 86 der 96 Rastanlagen standen Lkw im absoluten Halteverbot oder auf nicht erlaubten Parkflächen etwa für Autos. Das Parken außerhalb markierter Flächen, etwa in den Fahrgassen zwischen den Stellplätzen, "war dann schon fast die Regel": Nur auf einer einzigen Anlage - Lüneburger Heide West an der A7 in Niedersachsen - hätten die Tester keinen falsch geparkten Lkw gesehen. "Zwei Anlagen waren so zugeparkt, dass sie nicht ausgezählt werden konnten, weil der Tester nicht einmal eine Möglichkeit fand, um seinen Pkw abzustellen."

In Niedersachsen hatte der ADAC sieben Anlagen an den drei großen Autobahnen 1, 2 und 7 unter die Lupe genommen. Auf fünf von ihnen wurden den Angaben nach insgesamt 17 schwerwiegende Parkverstöße festgestellt. Lkw waren auf Ein- und Ausfahrten beziehungsweise Seitenstreifen abgestellt. Der schlechteste Wert mit acht Parkverstößen wurde für die Raststätte Wildeshausen-Nord an der A 1 ermittelt. Auf der unbewirtschafteten Rastanlage Röhrse-Süd an der A 2 waren es vier falsch abgestellte Lkw und an der Raststätte Hildesheimer Börde-West an der A 7 drei Fahrzeuge. An der Anlage Delmetal Nord an der A 1 gab es keine Verstöße an Ein- und Ausfahrten beziehungsweise Seitenstreifen.

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