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Kraftwerks-Logistik: Mittelständische Logistik-Gruppe Schramm gewinnt Großauftrag

Frank Schnabel, Brunsbüttel Ports: Vattenfall-Auftrag passt sehr gut ins Portfolio der Schramm-Group
© Foto: Arndt

Es geht um den Betrieb der Ver- und Entsorgungseinrichtungen am neuen Hamburger Kohlekraftwerk: Auftraggeber ist der Vattenfall-Konzern. Vertiefung des Engagements in der Offshore-Windkraft


Datum:
16.03.2011
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Brunsbüttel/Hamburg. Nach ihrem Erfolg mit der Durchführung der Kupfererz-Logistik für Europas größte Kupferhütte Aurubis AG in Hamburg hat die mittelständische Hafen- und Logistik-Gruppe Schramm GmbH jetzt einen weiteren Logistik-Großauftrag gewonnen. Dieses Mal geht es um den Betrieb der Ver- und Entsorgungseinrichtungen für das neue Kohlekraftwerk in Hamburg-Moorburg.

Alle fünf Tage ein Bulker mit Kohle aus Übersee

Das vom Energiekonzern Vattenfall für rund 2,6 Milliarden Euro gebaute Großkraftwerk mit einer Leistung von rund 1650 Megawatt soll spätestens Ende 2012 ans Netz gehen. Die Belieferung der Anlage mit Kohle aus Übersee wird mit bis 70.000 Tons Deadweight tragenden Bulkern erfolgen. Alle fünf Tage wird ein solches Schiff künftig am kraftwerkseigenen Umschlagkai anlegen. Auf Jahresbasis werden rund vier Millionen Tonnen Steinkohle verbraucht.

Dafür steht ein entsprechender Liegeplatz (Länge 325 Meter, Tiefgang 14 Meter ) mit entsprechender Umschlagtechnik zur Verfügung. Der Umschlag erfolgt mittels zweier Portalkrane. Die Kohle wird anschließend über Förderbandsysteme in zwei große, jeweils 152.000 Tonnen fassende Kreislager transportiert und dort eingelagert. Im Volllastbetrieb verbraucht das Kraftwerk bis zu 12.000 Tonnen an einem Tag. Im Zuge des Verstromungsprozesses fallen Gips und Asche an, die per Binnenschiff laufend abtransportiert werden müssen. Es geht um gut 650.000 Tonnen im Jahr. Für die Abfertigung der Binnenschiffe steht ebenfalls ein eigener Kaiabschnitt im Kraftwerksbereich bereit.

Offshore-Engagement wird systematisch ausgebaut

Vattenfall hatte den Auftrag für die Abwicklung der Intra-Logistik-Abläufe europaweit ausgeschrieben. Bei der Entscheidung zugunsten Brunsbütteler Logistik-Gruppe dürfte der Logistik-Kontrakt für Aurubis eine Rolle gespielt haben. Seit 2007 versorgt das Unternehmen das Hamburger Werk über einen Binnenschiff-Shuttle just-in-time mit dem aus Übersee bis nach Brunsbüttel herangeführten Kupfererzkonzentrat. Es geht dabei jährlich um gut 1,2 Millionen Tonnen. Frank Schnabel, Geschäftsführer der ebenfalls zur Schramm-Gruppe gehörenden Brunsbüttel Ports GmbH: „Wir freuen uns. Die Dienstleistung passt hervorragend zum Portfolio unserer Unternehmensgruppe."

Mit Nachdruck baut die Brunsbütteler Schramm-Group indes auch ihr Engagement im Offshore-Geschäft aus. Seit Jahresanfang werden in Brunsbüttel gewaltige Rotorblätter für den neuen Offshore-Windpark „Ormonde" in Nordwestengland verladen. 90 Flügel sind es im ersten Los. Die Operation soll in den kommenden Wochen abgeschlossen werden. Der mittelständische Betrieb gehört zudem zu den Mitbegründern der „Hafenkooperation Offshore-Häfen Nordsee Schleswig-Holstein". Der aus acht Häfen bestehende Verbund entstand vor dem Hintergrund der insgesamt acht Windkraftparks, die vor der schleswig-holsteinischen Nordseeküste entstehen sollen. Es geht um bis zu 530 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von derzeit rund 2,2 Gigawatt. Das Investitionsvolumen für das Gesamtpaket liegt aktuell bei bis zu neun Milliarden Euro. Aktuell lässt die Hafen- Kooperation, deren Sprecher Frank Schnabel, ist, eine Studie bei der Hamburger Uniconsult erstellen. Die Experten sollen in dem Werk „detaillierte Logistikkonzepte für die Installation und den Betrieb beziehungsweise Service der Offshore-Windparks im sogenannten Helgoland- und Sylt-Cluster erarbeiten", erläutert Schnabel. Mit der Fertigstellung der Studie wird im Mai gerechnet. Es gehe darum, „für jeden einzelnen Windpark maßgeschneiderte Logistiklösungen" zu erstellen. (eha) 

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