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Korruptionsvorwürfe: Italienische Staatssekretärin Vicari zurückgetreten

Korruptionsvorwürfe: Italienische Staatssekretärin Vicari zurückgetreten
Simona Vicari soll Luxusuhren gegen eine günstigere Steuer getauscht haben
© Foto: Addoro/stock.adobe.com

Im Gegenzug für ein teures "Weihnachtsgeschenk" soll die Staatssekretärin des Verkehrsministeriums die Mehrwertsteuer für Seefrachttransporte gesenkt haben.


Datum:
12.06.2017
Autor:
Julia Thomsen
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Rom. Simona Vicari, Staatssekretärin im italienischen Verkehrsministerium, ist wegen Korruptionsvorwürfen von ihrem Posten zurückgetreten. Die Staatsanwaltschaft von Trapani wirft der Senatorin der Regierungspartei „Alleanza Popolare“ (AP) vor, sich im Tausch für zwei Rolex-Uhren für eine Gesetzesabänderung zur Senkung der Mehrwertsteuer beim Transport von Seefracht eingesetzt zu haben.

Seefrachtsteuer von zehn auf vier Prozent gesenkt

So soll sich die Staatssekretärin darum bemüht haben, die für Seefrachttransporte geltende Mehrwertsteuer von zehn auf lediglich vier Prozent zu reduzieren. Vorrangiger Nutznießer soll ein nun verhafteter Reeder sein, der neben Vicari etwa auch den Präsidenten der Region Sizilien, Rosario Crocetta geschmiert haben soll.Wie italienische Medien berichten, soll die Absenkung der Mehrwertsteuer für den im Visier der Ermittler stehenden Reeder Einsparungen in Millionenhöhe bedeuten.

Uhren an Staatsanwaltschaft ausgehändigt

Die 1967 in Palermo geborene Politikerin streitet sämtliche Vorwürfe zu ihrer Person ab, erklärte aber dennoch ihren Rücktritt aus der Regierung unter dem italienischen Premierminister Paolo Gentiloni.

Vergangene Woche hat sie die beiden Rolex-Uhren an die Staatsanwaltschaft ausgehändigt. Dazu sagte sie: „Ich dachte, es handele sich dabei um ein Weihnachtsgeschenk. Ich habe dem keinerlei Bedeutung beigemessen. Aber sicher, vor dem Hintergrund dessen, was geschehen ist, würde ich sie nicht mehr entgegennehmen.“ (nja)

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