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Intercontainer Austria erhöht kräftig die Preise im nationalen Verkehr

Das Unternehmen begründet die Preiserhöhungen mit mangelnder Kostendeckung
© Foto: ÖBB

Ab 1. August steigen die Preise im rein nationalen Verkehr zwischen 9 und 14 Prozent / Begründung: nationale Verkehre nicht kostendeckend


Datum:
06.07.2010
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Wien. Intercontainer Austria (ICA), österreichischer Operateur im Kombinierten Verkehr, hat eine kräftige Erhöhung der Frachtraten angekündigt. Zum 1. August sollen die Preise im nationalen Terminal-Terminal und Terminal-Anschlussverkehr (Quelle und Senke in Österreich) zwischen 9 und 14 Prozent steigen, teilt das Unternehmen, eine Tochter der österreichischen Güterbahn Rail Cargo Austria (RCA) mit. Auch einige Relationen im nationalen Vor- und Nachlauf zu internationalen Ganzzügen sind davon betroffen. ICA nennt die Verbindungen Salzburg – Villach, Wolfurt – Ludesch, Wels – Villach, Wels – Krems und Herzogenburg – Wien. Außerdem werde es bei nationalen Leercontainerdispositionstransporten ab dem 1. August 2010 zu geringfügigen Preisanpassungen kommen.

RCA begründet die Preiserhöhungen mit einer mangelnden Kostendeckung. Die hätte bislang durch positive Erträge bei den internationalen Verbindungen „einigermaßen ausgeglichen werden können", heißt es in einer Presseerklärung. Doch dazu ist RCA jetzt offenbar nicht mehr bereit. „Wir können unrentable Transporte nicht mehr führen, nur damit sich irgendjemand auf unsere Kosten ein grünes Mäntelchen umhängen kann", sagte Friedrich Macher, Sprecher des Vorstandes Rail Cargo Austria. Vorwürfe, dass durch die Tarifanhebung Transporte von der Schiene auf die Straße verlagert werden könnten, will Macher nicht gelten lassen. „Wir können es uns nicht mehr leisten, Transporte abzuwickeln, die uns ein Loch in die Bilanz schlagen", sagte er. Zudem betrifft die Tariferhöhung nur rund ein Prozent des Gesamtverkehrsaufkommens bei RCA, teilt das Unternehmen mit.

Die Maßnahme ist Teil der Mittelfristplanung, mit der RCA 2011 mit dem nationalen und internationalen Teil des Geschäftes in die schwarzen Zahlen fahren will. Dazu gehört auch, dass die RCA-Tochter Rail Cargo Hungaria 2012 ebenfalls positiv abschließen soll. Ab 2013 strebt RCA eine angemessene Umsatzrentabilität und eine entsprechende Verzinsung des Eigenkapitals an. Diesem Mittelfristplan würden Maßnahmen mit einem Ergebnisvolumen von über 200 Millionen Euro zu Grunde liegen. Dabei handele es sich um Innovationen in den Geschäftsaktivitäten von RCA, Prozessinnovationen in der Produktion und Synergien aus dem Zusammenwachsen von RCA mit Rail Cargo Hungaria. Die Sanierung der verlustreichsten Verkehre im nationalen unbegleiteten kombinierten Verkehr sollen dabei rund vier Prozent des 200 Millionen-Euro-Maßnahmenpakets ausmachen. (cd) 

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