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Infrastruktur: Wirtschaftsweise sprechen sich für Pkw-Maut aus

15.05.2024 15:02 Uhr | Lesezeit: 3 min
Maut Schild vor einer Autobahn
Neben dem Lkw sollten auch Pkw für die Nutzerfinanzierung der Infrastruktur herangezogen werden, so die Wirtschaftsweisen
© Foto: Jürgen Fälchle/stock.adobe.com

Deutschland muss mehr Geld in seine Infrastruktur stecken, aber die Finanzierung ist ungewiss, weshalb die Wirtschaftsweisen einen bekannten Vorschlag wieder aufnehmen.

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Die Wirtschaftsweisen sprechen sich für die Einführung einer Pkw-Maut in Deutschland aus. In dem am Mittwoch vorgelegten Frühjahrsgutachten heißt es, die Verkehrsinfrastruktur müsse modernisiert und ausgebaut werden. „Dafür sind höhere Infrastrukturausgaben erforderlich, für die eine stärkere Nutzerfinanzierung, beispielsweise eine fahrleistungsabhängige Pkw-Maut, herangezogen werden sollte.“ Da schwere Fahrzeuge die Infrastruktur stärker abnutzten als leichte Fahrzeuge, wäre eine Differenzierung nach Gewicht sinnvoll.

Der schlechte Zustand der Verkehrsinfrastruktur führe zunehmend zu Staus auf Autobahnen und einer geringen Zuverlässigkeit im Schienenverkehr und beeinträchtige so den Güterverkehr und die Wirtschaftsaktivität, heißt es in dem Gutachten. „Das absehbar wachsende Transportaufkommen lässt die Belastung der Infrastruktur weiter steigen, was eine umfangreiche Ertüchtigung erforderlich macht.“

Gutachten fordert höhere Nutzerfinanzierung

Die bestehende Lkw-Maut trägt dem Gutachten zufolge zu einem erheblichen Teil dazu bei, die Verkehrsausgaben des Bundes zu decken, so der Sachverständigenrat Wirtschaft, ein Beratergremium der Bundesregierung. „Konsequenterweise sollten künftig neben Lkw auch Pkw für die Nutzerfinanzierung der Infrastruktur herangezogen werden.“

2019 war die geplante Pkw-Maut in Deutschland vom Europäischen Gerichtshof als rechtswidrig gestoppt worden. Zentraler Knackpunkt war, dass nur Fahrer aus dem Inland für die Maut voll bei der Kfz-Steuer entlastet werden sollten. Verkehrsminister war damals der CSU-Politiker Andreas Scheuer. Kurz nach dem Urteil kündigte er die Verträge mit den vorgesehenen Betreibern, die dann Schadenersatz forderten. Eine Verständigung nach einem Schiedsverfahren ergab, dass der Bund ihnen 243 Millionen Euro zahlen musste.

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