IHK sieht weiter Unsicherheiten beim Exportgeschäft

16.02.2026 09:59 Uhr | Lesezeit: 3 min
ELVIS SEAL zwischen Europa und Südostasien
Am positivsten fällt bei den Unternehmen laut IHK der Blick nach Asien aus
© Foto: Bigstockphoto.com

Die baden-württembergischen Unternehmen schöpfen beim Export Hoffnung, es bleiben aber Unsicherheiten und für echte Dynamik fehlen laut der IHK entscheidende Impulse.

Laut der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage rechnen 28 Prozent der Industrieunternehmen in den kommenden zwölf Monaten mit steigenden Ausfuhren – zwei Prozentpunkte mehr als im Sommer 2025. Knapp 20 Prozent erwarten einen Rückgang (Sommer: 28 Prozent). „Die Exporterwartungen hellen sich zum Jahresbeginn erstmals seit zwei Jahren wieder leicht auf“, sagte der Vizepräsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertags (BWIHK), Claus Paal. Das sei ein wichtiges Signal, allerdings eine Momentaufnahme, wie sie zu Jahresbeginn häufiger zu beobachten sei. „Ob daraus mehr wird, zeigt sich aber erst im Laufe des Jahres“, sagte Paal, der hinzufügte, dass für echte Dynamik weiterhin die entscheidenden Impulse fehlten.

Geopolitische Risiken als Geschäftsrisiko

Es bleibt der Erhebung zufolge gleichfalls die Unsicherheit der Betriebe hoch: 54 Prozent der Industriebetriebe nennen geopolitische Risiken weiterhin als zentrales Geschäftsrisiko. Die weltweiten Handelskonflikte machen den Unternehmen weiterhin Sorgen. Beispiel
USA: Hier halten sich Optimisten und Pessimisten nahezu die Waage: 30 Prozent erwarten steigende Ausfuhren, ein Drittel Rückgänge, wie der Verband weiter mitteilte. Im Sommer 2025 gingen 53 Prozent von sinkenden Ausfuhren aus. „Gerade in den USA zeigt sich, wie sensibel die Exportwirtschaft auf politische Rahmenbedingungen reagiert“, wurde Paal zitiert.

Optimismus beim Asien-Geschäft

Am positivsten fällt der Blick der Umfrage zufolge nach Asien aus. 29 Prozent der international tätigen Unternehmen rechnen hier mit wachsenden Ausfuhren, drei Prozentpunkte mehr als noch im Sommer. 19 Prozent gehen von einem Rückgang aus (minus zwei Prozentpunkte).



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