Auch wenn es zuletzt wieder schlechte Nachrichten gab: Die Stimmung in der deutschen Autoindustrie ist im Oktober stark gestiegen. Der vom Münchner Ifo-Institut erhobene Index sprang von minus 33,2 auf minus 4,1 Punkte. Das ist der beste Wert seit Mitte 2024. Der Teilindex für die aktuelle Lage liegt zum ersten Mal seit damals sogar im Plus.
Die Ergebnisse der US-Zwischenwahlen können in der Erhebung, die im Oktober stattfand, übrigens noch keine Rolle gespielt haben.
Noch keine Entwarnung für die Automobilindustrie
Auch die Erwartungen verbesserten sich – wenn auch nicht ganz so stark wie die Einschätzung der aktuellen Lage. Hier überwiegen noch immer die Pessimisten – wenn auch längst nicht mehr so stark wie zuletzt. „Von Entwarnung in der Automobilindustrie kann jedoch keine Rede sein, denn die starken monatlichen Schwankungen im Geschäftsklima deuten auf eine sehr hohe Unsicherheit in der Branche hin“, erklärte Ifo-Branchenexpertin Anita Wölfl.
Zentrale Herausforderungen für die Branche bleiben
Ein Grund für die besseren Werte könnte nach Meinung von Anita Wölfl die Einigung zwischen Frankreich und Deutschland auf eine gemeinsame Automobilstrategie sein. Wölfl sieht darin aber nur ein kurzes Aufatmen der Branche. „Die Einigung verschafft der Autoindustrie zwar ein gewisses Zeitfenster“, sagt sie. „Sie ändert jedoch nichts an der zentralen Herausforderung der Branche, im Technologiewettbewerb wieder an die Spitze aufzuschließen.“