Die Hoyer Group baut den Einsatz alternativer Antriebstechnologien weiter aus. In der Schweiz hat der Logistikdienstleister vier vollelektrische Lkw in Betrieb genommen. Die Fahrzeuge werden im Regelbetrieb eingesetzt und in die tägliche Tourenplanung integriert. Damit erweitert das Unternehmen seine Flotte nachhaltiger Transportlösungen im Bereich Flüssiggüter.
Die Energieversorgung der E-Lkw erfolgt über ein intelligentes Ladesystem. Dieses steuert die Ladeprozesse anhand der geplanten Einsätze des Folgetages und soll eine bedarfsgerechte Nutzung der verfügbaren Energie sicherstellen. Nach Angaben des Unternehmens unterstützen die Fahrzeuge die Dekarbonisierungsziele der Hoyer Group und gewährleisten zugleich eine verlässliche Transportabwicklung.
Vier E-Lkw fahren im Schweizer Flüssiggasgeschäft
Die neuen Fahrzeuge werden in der Schweiz für den Transport von Flüssiggasen eingesetzt. Die Ladung erfolgt nach Schichtende am Standort. Ein intelligentes Energiemanagementsystem sorgt dafür, dass die verfügbare Energie entsprechend der Einsatzplanung verteilt wird.
„Durch den Einsatz vollelektrischer Fahrzeuge können wir unseren Energieeinsatz im Vergleich zu Dieselantrieben um etwa zwei Drittel signifikant senken. Diese Effizienzgewinne sind ein zentraler Bestandteil unserer Ambitionen, reduzieren gleichzeitig Emissionen und tragen damit konsequent zur langfristigen Dekarbonisierung unserer Transportlösungen bei“, erläutert Thies Grage, Director SHEQS (Safety, Health, Environment, Quality & Sustainability) der Hoyer Group.
Alternative Antriebe bleiben Teil der Flottenstrategie
Die Integration der neuen Elektro-Lkw ist Teil der Strategie der Hoyer Group, nachhaltige Transportlösungen gemeinsam mit Kunden weiterzuentwickeln. Das Unternehmen setzt bereits in mehreren Ländern alternative Antriebstechnologien ein. Dazu zählen Wasserstoff-, LNG- und CNG-Fahrzeuge in Werksverkehren sowie im Nah- und Fernverkehr.
Darüber hinaus nutzt Hoyer elektrische Flurförderzeuge im Bereich Warehousing. Mit der Erweiterung der Flotte in der Schweiz verfolgt das Unternehmen seinen technologieoffenen Ansatz weiter.
„Unsere Erfahrungen zeigen, dass zum jetzigen Zeitpunkt ein technologieoffener Ansatz, der den jeweiligen operativen Anforderungen entspricht, die überzeugendsten Ergebnisse für uns und unsere Kunden liefert“, so Martin Pauli, Head of Fleet Gas Logistics der Hoyer Group.
CNG-, LNG- und Wasserstofffahrzeuge im Einsatz
Die vier batterieelektrischen Lkw ergänzen eine Flotte alternativer Antriebe, die Hoyer bereits seit Jahren ausbaut. In Deutschland setzt das Unternehmen unter anderem CNG- und LNG-Fahrzeuge ein.
Positive Erfahrungen meldet der Logistikdienstleister auch mit seinem Brennstoffzellen-Lkw, der seit einem Jahr im regulären Betrieb fährt. Nach Unternehmensangaben liegen Leistungsdaten, Liefertreue und Fahrerzufriedenheit auf einem guten Niveau.
Ausbau elektrischer Flurförderzeuge geht weiter
Neben den Investitionen in alternative Antriebe für den Straßengüterverkehr erweitert die Hoyer Group auch ihre Flotte elektrischer Gabelstapler. Diese sollen in Österreich ab dem dritten Quartal 2026 im Rahmen eines neuen Logistikauftrags eingesetzt werden.
Mit den neuen Elektro-Lkw in der Schweiz verfolge das Unternehmen nach eigenen Angaben seine Strategie weiter, für unterschiedliche Transportanforderungen die jeweils passende Antriebstechnologie auszuwählen und den CO₂-Fußabdruck entlang der Lieferkette zu reduzieren.