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Hamburger Hafen: Slot-Buchungsverfahren wird ausgeweitet

An den Terminals in Hamburg ist viel los – das Slotbuchungssystem hilft dabei, den Lkw-Ansturm zu entzerren
© Foto: SZ Photo/Jürgen Heinrich/dpa/picture alliance

Künftig sollen auch Termine bei der Containerprüfanlage des Hauptzollamts Hamburg im Hamburger Hafen mit Hilfe des bestehenden SBV-Systems koordiniert werden.


Datum:
16.09.2021
Autor:
Stephanie Noll
2 Kommentare

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Hamburg. Das sogenannte Slot-Buchungsverfahren (SBV) für Trucker an den Containerterminals im Hamburger Hafen, das Dakosy im Auftrag des Hafenbetreibers HHLA und Eurogate entwickelt hat, wurde nun ausgeweitet.

Seit nunmehr vier Jahren werden Container-Trucker an den Terminals im Hamburger Hafen nur mit einem vorab gebuchten Zeitfenster abgefertigt. Auf Grundlage des Systems wurde nun eine Kooperationsvereinbarung mit dem Hauptzollamt Hamburg geschlossen, um zukünftig Termine bei der Containerprüfanlage im Hamburger Hafen mit Hilfe des bestehenden SBV-Systems zu koordinieren.

Betrieb soll Mitte Oktober starten

Wie Dakosy in einer Pressemitteilung schreibt, nehmen die Größe der Containerschiffe, die im Hamburger Hafen abgefertigt werden, stetig zu. Daher komme es zu mehr Lkw-Anläufen in den Tagen rund um die Schiffsankunft. Mithilfe des SBV sei das System seit Mitte August 2021 zunächst in einem Probebetrieb mit ausgewählten Beteiligten auch für die Containerprüfanlage (CPA) des Zollamts Hamburg nutzbar. Sollte in der Testphase alles reibungslos laufen, wolle man den Echtbetrieb Mitte Oktober 2021 starten, so Dakosy.

Für alle Containertransporte, für die eine Durchleuchtung in der CPA vorgesehen ist, müssen Zeitfenster, sogenannte Slots, gebucht werden. Container, die ohne oder mit einer ungültigen Slot-Buchung die CPA in der Finkenwerder Straße erreichen, werden vom Zollamt Hamburg nicht behandelt.

Staus und Wartezeiten vermeiden

Basis für das SBV ist die Voranmeldung von Transportdaten über eine Datenschnittstelle. Diese Voranmeldung ist verpflichtend und enthält unter anderem Angaben über die geplante Transportzeit. Sind zur gewünschten Zeit genügend Kapazitäten bei der CPA vorhanden, kann der Slot für den Lkw-Anlauf gebucht werden. Auf diese Weise werden der Lkw-Transport und die Kapazität der CPA aufeinander abgestimmt. Damit sollen Staus und lange Wartezeiten auf den Straßen im Hafen für die Durchleuchtung von Containern vermieden werden.

Ziel der Kooperation sei die Erweiterung des Systems, um die innerbetriebliche Logistik des Hamburger Hafens bestmöglich zu unterstützen. Zudem sollen Engpässe im Hamburger Hafen vermieden und die Straßeninfrastruktur insgesamt entlastet werden. (sn)

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KOMMENTARE


Hagen R.

16.09.2021 - 17:27 Uhr

Sofern man überhaupt noch ein Zeitfenster bekommt, so wie es seit längerer Zeit in HH läuft sollte man besser darüber nachdenken das ganze wieder abzuschaffen. Wirkliche Vorteile auf Seiten der Fahrer sind bei diesem System nicht zu erkennen (man verliert nur Zeit, weil keine Zeitfenster frei sind) und der Kunde will die Ware trotzdem pünktlich


Ossi

17.09.2021 - 08:23 Uhr

Es geht ja auch nicht um die Fahrer oder Speditionen. Damit verdient die HHLA oder Eurogate kein Geld. Es war von Anfang an das Ziel das auch Nachts gefahren wird. Ein Hafen in dem wir gut und gerne fahren


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