-- Anzeige --

Gasumlage verteuert auch Bio-CNG

Man müsse wegen der Gasumlage den Preis für Bio-CNG um mehr als 40 ct/kg erhöhen, kündigte OG Clean Fuels an (Symbolbild)
© Foto: Aldo Ferrero, Photographer Italy to

Der Tankstellenbetreiber OG Clean Fuels hat die vom Bundeswirtschaftsministerium angedachte Gasumlage kritisiert, dadurch steige auch der Preis von Bio-CNG deutlich an.


Datum:
23.09.2022
Autor:
Thomas Burgert
Lesezeit: 
3 min
NOCH KEINE Kommentare

-- Anzeige --

OG Clean Fuels hat die Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) geplante Gasumlage kritisiert, weil dadurch auch in Deutschland produziertes Bio-CNG belastet würde. „Durch die unerwartete und sachlich nicht zu begründende Sonderabgabe können wir unseren für dieses Jahr kalkulierten Preis nicht halten. Leider müssen wir für unser in Deutschland erzeugtes Biomethan die Gasumlage zur Rettung von Uniper den Preis für den Kraftstoff Bio-CNG um mehr als 40 ct/kg erhöhen“, sagte Johan Bloemsma, Deutschland-Chef von OG Clean Fuels (ehemals OrangeGas).

Durch die Gasumlage würde der regenerative Kraftstoff durch den Bundeswirtschaftsminister ausgebremst, so OG Clean Fuels. „Spediteure und Transport-Unternehmen haben erkannt, dass sie durch Bio-CNG beim Schwerlastverkehr die CO2-Emissionen um mindestens 90 Prozent senken können. Leider verteuert der Staat ohne nachvollziehbare Begründung nun diese Möglichkeit für den Klimaschutz“, kritisierte Bloemsma.

Eine zusätzliche Belastung für die Logistik

Laut OG Clean Fuels steigt der Preis für 100 Prozent regeneratives Bio-CNG zum 1. Oktober 2022 bundesweit an allen Tankstellen von OG von 99,9 Cent pro Kilogramm auf 147,9 ct/kg. In der Erhöhung der Preise seien neben der Gasumlage auch die neu eingeführten Speicher- und Bilanzierungsumlagen sowie die auf die Umlagen anfallende Mehrwertsteuer enthalten. Die Preiserhöhung basiere auf der aktuellen Gesetzeslage und erfolge vorbehaltlich der tatsächlichen Einführung der Gasumlage. 

Wenn die von der Bundesregierung angekündigte Senkung der Mehrwertsteuer tatsächlich beschlossen wird, würden zwar für den Privatkunden die Kosten für den regenerativen Kraftstoff sinken – die zusätzliche Belastung für die Logistik bleibe jedoch unverändert hoch. „Dass ein Wirtschaftsminister und ein Finanzminister, der von der FDP gestellt wird, ausgerechnet klimaschonenden Kraftstoff für die Transportwirtschaft verteuern, ist nicht nachvollziehbar“, sagte Bloemsma abschließend. (tb)

-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --

KOMMENTARE


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

-- Anzeige --

WEITERLESEN




NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.