Führerschein-Abkommen zwischen Deutschland und Montenegro

18.12.2025 12:36 Uhr | Lesezeit: 2 min
Führerschein Lkw
Deutschland und Montenegro haben gegenseitige Anerkennung von Führerscheinen vereinbart
© Foto: studio v-zwoelf/ AdobeStock

Deutschland und Montenegro haben eine Absichtserklärung zur gegenseitigen Anerkennung von Führerscheinen unterzeichnet und erleichtern so den prüfungsfreien Umtausch.

Deutschland und Montenegro haben einen wichtigen Schritt zur gegenseitigen Anerkennung von Führerscheinen gemacht. Der montenegrinische Ministerpräsident Milojko Spajić und der deutsche Bundesminister für Verkehr Patrick Schnieder unterzeichneten eine gemeinsame Absichtserklärung zum prüfungsfreien Umtausch von Führerscheinen.

Mit der Vereinbarung wird das gegenseitige Umschreiben von Fahrerlaubnissen der Klassen A, B, C, D und T ermöglicht. Ziel ist es, den Alltag vieler Menschen in beiden Ländern zu erleichtern und bürokratische Hürden beim Wechsel des Wohn- oder Arbeitsortes abzubauen.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder betonte, die Absichtserklärung setze ein klares Zeichen für eine enge und konstruktive Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Montenegro. Gleichzeitig zeige sie, dass sich pragmatische und bürgernahe Lösungen im Interesse beider Staaten finden ließen.

Das Abkommen ist zugleich ein weiterer Baustein zur Bekämpfung des Fachkräftemangels und zur Integration montenegrinischer Bürgerinnen und Bürger in Deutschland. Voraussetzung für den prüfungsfreien Umtausch ist die Aufnahme Montenegros in die Anlage 11 der Fahrerlaubnis-Verordnung, die sogenannte Staatenliste.

Sobald diese formale Voraussetzung erfüllt ist, können Führerscheine für Motorräder und Pkw in beiden Ländern ohne zusätzliche Prüfungen umgeschrieben werden. Die Aufnahme Montenegros in die Staatenliste wird derzeit vorbereitet und ist voraussichtlich für das erste Halbjahr 2026 vorgesehen.


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