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Fraunhofer ermittelt Standorte künftiger E-Ladestationen

Eine künftige Ladeinfrastruktur für Lkw sollte einige hundert Standorte in großen Ländern umfassen (Symbolbild)
© Foto: Jan Woitas / dpa-Zentralbild / dpa / picture alliance

Da sich Lkw-Halteorte in stark besiedelten Gebieten Mitteleuropas konzentrieren, sollte auch die E-Ladeinfrastruktur entsprechend aufgebaut werden, lautet das Ergebnis einer Studie.


Datum:
11.06.2021
Autor:
Thomas Burgert
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Karlsruhe. Das Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) hat eine Studie im Auftrag des europäischen Automobilherstellerverbandes erstellt, in der mögliche Ladepunkte für batterieelektrische Lkw in Europa ausgemacht wurden. Die Studie basiert auf Daten von 400.000 Lkw und 750.000 einzelnen Haltepunkten aus 35 europäischen Ländern.

Die begrenzte Reichweite batterieelektrischer Lkw erfordert Schnellladungen mit hoher Leistung bei kurzen Pausen im Fern- oder Regionalverkehr und mit mittlerer Leistung bei längeren Stopps. Daher gelte es die Ladeinfrastruktur für E-Lkw in ganz Europa koordiniert aufzubauen, stellte das IST fest. Die Standorte der zukünftigen Ladepunkte sollten idealerweise so gewählt sein, dass sie zum aktuell vorhandenen Logistiknetz passen und einen optimalen Anschluss an aktuelle Standorte für längere Stopps vieler Fahrzeuge gewährleisten.

Die Studie zeigt, dass sich die Lkw-Halteorte um stark besiedelte Gebiete in Mitteleuropa konzentrieren. Dies gilt im Besonderen für wichtige Industriegebiete und Großstädte – etwa für Norditalien, Paris, den Großraum Manchester, Berlin oder Frankfurt. Zudem sind sie entlang europäischer Hauptverkehrsachsen angesiedelt. Die Halteorte der Lkw im Regionalverkehr liegen meist sehr nah an jenen des Lkw-Fernverkehrs.

Hinweise bezüglich der Standortart

Die Studie liefert auch erste Hinweise bezüglich der Standortart: Bei etwa einem Drittel bis zur Hälfte handelt es sich um autobahnnahe Rastplätze, bei einem Viertel bis zu über einem Drittel um Firmenstandorte oder wichtige logistische Standorte und bei ein bis fünf Prozent um Häfen und Fährterminals.

„Laut unserer Analyse potenzieller öffentlicher Ladestandorte sollte eine künftige Ladeinfrastruktur für Lkw einige hundert Standorte in großen Ländern wie Deutschland, Großbritannien und Frankreich, einige Dutzend Standorte für die meisten anderen europäischen Länder und weniger als zehn Standorte für kleinere Länder wie Luxemburg, Irland, Lettland, Kroatien oder Estland umfassen“, stellt Patrick Plötz fest, der die Studie am Fraunhofer ISI koordinierte. (ms)

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