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Fachkräftemangel: VDV sieht Bedarf in allen Bereichen

Fachkräfte fehlen in allen Bereichen, wie die VDV-Umfrage zeigt (Symbolbild)
© Foto: WavebreakmediaMicro/Adobe Stock

Eine Umfrage des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen zeigt den Arbeitskräftebedarf in der Branche. Zuwanderung soll helfen, doch dafür müssen öffentliche Hand und Betriebe eine Reihe von Maßnahmen ergreifen.


Datum:
14.10.2022
Autor:
Thomas Burgert
Lesezeit:
4 min
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Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) sieht den dringenden Bedarf eines modernisierten Einwanderungsgesetzes. Der Verband verweist in diesem Zusammenhang auf die im Vorfeld der Novellierung des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes (FEG) veröffentlichten Ergebnisse der VDV-Branchenumfrage „Fachkräftegewinnung aus dem Ausland“.  In der Umfrage gaben 87 Prozent der Unternehmen, gegenwärtig noch nicht aus dem Ausland zu rekrutieren, während 13 Prozent bereits aktiv sind, insbesondere im osteuropäischen Raum.

„Nicht in allen Bereichen – etwa als Fachkräfte – werden zugewanderte Menschen in den Unternehmen unmittelbar helfen können, doch sie werden zu einem Erfolgsfaktor bei so unterschiedlichen Arbeiten wie Fahrberufen oder Spezialisten-Tätigkeiten“, sagte VDV-Vizepräsident Werner Overkamp. Der VDV verweist auf Prognosen, wonach in Deutschland ohne Zuwanderung aus dem Ausland das Erwerbspersonenpotenzial bis 2060 um rund ein Drittel sinken wird. Bei einem Wandersaldo von etwa 400.000 Personen würde es konstant bleiben. „Wir wissen schon jetzt: Das Durchschnittsalter wird trotzdem weiter steigen – und der Anteil ausländischer Arbeitskräfte. Neben einem modernisierten FEG heißt das auch für den Erfolg der Branche, sich hierauf auf allen Ebenen vorzubereiten“, betonte VDV-Vizepräsident Overkamp.

Wichtige Integrationsmaßnahmen

Als wichtige Integrationsmaßnahmen nennen die Unternehmen „Sprachkurse“ (60 Prozent), „Unterstützung bei Kinderbetreuung“ (25 Prozent) „Paten- und Mentorenprogramme“ (21 Prozent). Außerdem werden „Unterstützung bei der Wohnungssuche“ genannt. Auch bei staatlichen Stellen, bei den Behörden, bei Bund und Ländern, brauche man „qualifizierte Leute, Programme und auch finanzielle Mittel“, betonte Overkamp. Unter den dringlichsten Aufgaben rangieren in der Umfrage: Feste Ansprechpersonen in den Arbeitsagenturen und finanzielle Entlastung bei Qualifikationsmaßnahmen (69 Prozent), Handreichungen, was wann zu erledigen ist (61) sowie die Befähigung des Personalbereichs zur Integrationskompetenz (37).

„Die Zahl der offenen Stellen in Deutschland ist von 800.000 im Jahre 2010 auf 1,7 Millionen im letzten Jahr gestiegen – und steigt weiter. Wir suchen Frauen und Männer in allen Bereichen“, sagte Overkamp abschließend. (tb)

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