EVG sieht weiter Probleme bei der Sanierung der DB Cargo

04.11.2026 14:59 Uhr | Lesezeit: 3 min
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In diesem Jahr macht die DB Cargo weiter Verluste und verstößt damit gegen die Auflage der EU-Kommission
©Foto: Deutsche Bahn AG/Volker Emersleben

Bei der Sanierung der DB Cargo muss ein neues Konzept her, dieses muss auch die Auslandstöchter mit einbeziehen.

Bei der Sanierung der der Güterverkehrstochter der Deutschen Bahn, der DB Cargo, gibt es nach Einschätzung der Eisenbahn- und Verkehrsgesellschaft (EVG) weitere Probleme. Das Unternehmen habe noch viele Altlasten, sagte die stellvertretende EVG-Vorsitzende Cosima Ingenschay in Berlin. Man habe sich zu lange auf die DB Cargo AG konzentriert und nicht die Töchter einbezogen.

In diesem Jahr macht die DB Cargo weiter Verluste und verstößt damit gegen die Auflage der EU-Kommission, bis Ende 2026 wieder profitabel zu sein. Grund seien einmalig anfallende Verlustabschreibungen bei einer zum Verkauf stehenden britischen Tochtergesellschaft, hatte Cargo-Chef Bernhard Osburg im September gesagt.

DB Cargo verfehlt das Sanierungsziel

Die Kommission hatte dem Konzern einen umfassenden Sanierungskurs auferlegt, mit dem Ziel, ab 2026 operativ wieder in die Gewinnzone zu kommen. Da dieses Ziel verfehlt wird, muss Cargo ein neues Sanierungskonzept vorlegen, über das der Bund mit der EU-Kommission verhandeln kann. Die Gespräche sollen im November beginnen.

Ulrich Schmidt aus dem Gesamtbetriebsrat von DB Cargo sagte: „Ich glaube nicht, dass wir Gnade oder Ähnliches von der EU-Kommission bekommen werden.“ Das seien knallharte Wettbewerbshüter“.

Konzept auf Auslandstöchter ausweiten

DB Cargo-Chef Osburg hatte schon vor einigen Wochen gesagt, dass das bisher auf Deutschland konzentrierte Sanierungskonzept nun auf das gesamte europäische Geschäft mit insgesamt 16 Auslandstöchtern ausgeweitet werden müsse. Er betonte, dass ohne die Abschreibungen bei der englischen Tochter schon in diesem Jahr die schwarze Null erreicht worden wäre.



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