Die Europäische Union und die Philippinen haben sich auf ein Freihandelsabkommen verständigt. Dies teilte EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič in Brüssel mit. Das Abkommen soll unter anderem die Abschaffung von Zöllen und Verbesserung des Marktzugangs auf beiden Seiten bringen.
„Mit unserem Freihandelsabkommen werden nicht nur Handels- und Investitionshemmnisse beseitigt, sondern auch eine moderne, zukunftsorientierte Partnerschaft zwischen der EU und den Philippinen aufgebaut, die unseren Exporteuren und Investoren neue Möglichkeiten eröffnen, unsere Lieferketten stärken und die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen in den kommenden Jahren vertiefen wird“, sagte EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič.
Detaillierter Zeitplan noch unklar
Die EU und die Philippinen werden die Verhandlungen nun auf der Grundlage der erzielten substanziellen Einigung abschließen, einschließlich der Festlegung ihrer Umsetzung und der Fertigstellung technischer Einzelheiten. Details zum Zeitplan nannte die EU-Kommission nicht.
Philippinen als wichtiger Markt für EU-Exporteure
Mit 113 Millionen Einwohnern stellen die Philippinen einen wichtigen Markt für EU-Ausführer dar. Im Jahr 2025 war die EU mit einem Anteil von 8,3 Prozent am gesamten Warenhandel des Landes der viertgrößte Handelspartner der Philippinen. Die Industrieausfuhren der EU auf die Philippinen werden von Maschinen und Geräten, Transportmitteln, Arzneimitteln und medizinischen Geräten angeführt. Das Freihandelsabkommen werde über 94 Prozent der Zolltarifpositionen liberalisieren und mehr als 97 Prozent des bilateralen Handels abdecken, so Šefčovič.
Die EU und die Philippinen haben 2015 erstmals Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen aufgenommen. Nach einer Unterbrechung wurden die Verhandlungen im März 2024 wieder aufgenommen. Der bilaterale Warenhandel belief sich 2025 auf 17,6 Milliarden Euro.