Die Prozesskosten im Stückgutgeschäft haben sich im ersten Halbjahr 2026 weiter erhöht. Nach dem aktuellen Kostenindex Sammelgutspedition des DSLV Bundesverband Spedition und Logistik lagen die sendungsbezogenen Kosten durchschnittlich um 4,7 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums.
Maßgeblich verantwortlich für die Entwicklung sind gestiegene Personal-, Energie- und Materialkosten.
Der DSLV-Kostenindex erscheint halbjährlich und gilt als wichtiger Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung im Stückgutmarkt. Grundlage der aktuellen Auswertung sind die Daten von zwölf Stückgutnetzwerken und Systemlogistikern mit insgesamt 85 Standorten.
Für die Untersuchung wurden die Prozesskosten von rund 15,9 Millionen Sendungen ausgewertet.
Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Sammelgutbranche weiterhin unter erheblichem Kostendruck steht. Während steigende Löhne und Energiekosten bereits seit mehreren Jahren die Kalkulationen beeinflussen, kommen zusätzliche Belastungen durch Materialkosten und logistische Zusatzaufwände hinzu.
Für Speditionen und Logistikdienstleister bleibt damit die Frage zentral, in welchem Umfang sich die höheren Kosten künftig an Kunden weitergeben lassen.