München. Aschaffenburg. „Paket- und Expressdienstleister DPD Geopost Deutschland wird deutschlandweit in den nächsten zwei Jahren 40 Millionen Euro investieren, um die Arbeits- und Rahmenbedingungen seiner Paketzusteller möglichst schnell zu verbessern.“ Das bestätigt eine Sprecherin des Unternehmens gegenüber der VerkehrsRundschau. Allein im kommenden Jahr sollen dafür 18 Millionen investiert werden, so die Sprecherin.
Ziel der Maßnahmen sei es, bis 2014 die Zusteller des Unternehmens deutschlandweit von Aufgaben in der Be- und Entladung entlasten. Damit soll insgesamt die Arbeitszeit bei den Systempartnern reduziert werden, ohne deren Einkommen zu kürzen, betont die DPD-Sprecherin. Die konkrete Umsetzung vor Ort hänge aber von den Notwendigkeiten und Arbeitsabläufen in der jeweiligen Niederlassung ab. Dieses Maßnahmenpaket sei von der Geschäftsführung der DPD Geopost Deutschland beschlossen worden.
Langfristig plant DPD in ländlichen Gebieten, kündigt die Sprecherin an, sogenannte Unter-Depots einzurichten, also dezentrale Umschlagplätze, die einer bestehenden Niederlassung von DPD zugeordnet sind. Pakete für bestimmte Zustelltouren könnten so gebündelt von einer Niederlassung zum Unter-Depot transportiert werden, in der die Be- und Entladung erfolge. Durch die räumliche Nähe der Unter-Depots zu den Zustellgebieten lasse sich zu dem die Fahrtzeit der Zusteller vor allem in dünner besiedelten Gebieten deutlich reduzieren.
Die Gewerkschaft Verdi Bayern begrüßt die nun bei DPD eingeleiteten Maßnahmen. Die vorgesehenen Aktivitäten in den nächsten zwei Jahren dürfen jedoch nicht das Ende sein. Aus Verdi-Sicht seien vielmehr weitere Schritte wie „die Bezahlung der Paketzusteller nach dem jeweils gültigen Flächentarifvertrag und die Eigenzustellung ins Auge zu fassen, damit DPD Deutschland ein attraktiver Arbeitgeber bleibe. „Gute Bezahlung nach Tarif und Eigenzustellung sind ein hervorragendes Werbeargument in der Paketbranche für DPD Deutschland“, so die Gewerkschafter. (eh)