-- Anzeige --

DLR: Luftverkehr stärker am Klimaschutz beteiligen

DLR: Luftverkehr stärker am Klimaschutz beteiligen
Der Luftverkehr soll stärker in die Pflicht genommen werden
© Foto: Picture Alliance/dpa/Frank Rumpenhorst

Forscher haben ein Modell entwickelt, um die Klimaeffekte des globalen Luftverkehrs genauer zu berechnen. Der Luftverkehr soll am Emissionshandel beteiligt werden.


Datum:
24.04.2015
Autor:
Katharina Spirkl
NOCH KEINE Kommentare

-- Anzeige --

Berlin. Experten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) wollen die Luftfahrt-Branche stärker am Klimaschutz beteiligen. „Seit Jahrzehnten sehen wir einen deutlichen Anstieg der CO2-Emissionen der Luftfahrt“, sagte Robert Sausen vom DLR-Institut für Physik der Atmosphäre am Donnerstag in Berlin. Daneben wachse auch der Ausstoß von Stickoxiden, Schwefeloxiden, Wasserdampf und Ruß. Die Forscher haben ein Modell entwickelt, um die Klimaeffekte des globalen Luftverkehrs genauer zu berechnen.

„Seit Jahrzehnten sehen wir einen deutlichen Anstieg der CO2-Emissionen der Luftfahrt, der sich auch nach 1990, dem Referenzjahr des Kyoto-Protokolls, fortsetzt“, sagt Robert Sausen vom DLR-Institut für Physik der Atmosphäre. Daneben steige durch die Luftfahrt der klimarelevante Ausstoß von Stickoxiden, Schwefeloxiden, Wasserdampf und Ruß. 2005 trugen laut der Studie die weltweiten CO2-Emissionen des Luftverkehrs etwa 1,6 Prozent zur globalen Erwärmung bei, mit den übrigen Klimaeffekten der Luftfahrt lag dieser Wert 2005 sogar bei 4,9 Prozent.

Im Rahmen der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Studie AviClim (Including Aviation in International Protocols for Climate Protection) prüften die DLR-Wissenschaftler mit dem neuentwickelten Modell drei mögliche Klimaschutz-Instrumente: eine Klimasteuer, einen umfassenden Handel klimarelevanter Emissionen des Luftverkehrs sowie ein Entgelt auf Stickoxide kombiniert mit klassischem CO2-Emissionshandel und operationellen Klimaschutzmaßnahmen wie zum Beispiel die Änderung der Reiseflughöhe. „Unsere Ergebnisse zeigen deutlich, dass der offene globale Emissionshandel aller klimarelevanten Substanzen den anderen beiden klimapolitischen Instrumenten überlegen ist“, sagt Studienleiterin Janina Scheelhaase vom DLR-Institut für Flughafenwesen und Luftverkehr. Insbesondere die Klimasteuer würde den Luftverkehr überproportional belasten, was deutlich steigende Preise und einen dadurch deutlich bremsenden Einfluss auf die Luftverkehrsnachfrage nach sich zieht.

Das DLR erstellte die Studie zur Einbeziehung des Luftverkehrs in internationale Klimaschutzprotokolle (AviClim) im Zeitraum Oktober 2011 bis März 2015. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung förderte das Projekt innerhalb des Förderprogramms "Ökonomie des Klimawandels" im Rahmenprogramm Forschung für Nachhaltige Entwicklungen (FONA). (dpa/ks)

-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --

KOMMENTARE


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

-- Anzeige --

WEITERLESEN




NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.