Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat im dritten Quartal zum Vorquartal um 0,2 Prozent zugelegt, wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Daten errechnet hat. Damit zeichnet sich zunehmend ein Wachstum der deutschen Wirtschaft in diesem Jahr ab. Die Investitionen gingen laut vorläufigen Erkenntnissen zufolge allerdings zurück und auch die Exporte von Waren entwickelten sich zu Beginn der zweiten Jahreshälfte schwächer. „Die in der ersten Jahreshälfte noch sehr dynamische Entwicklung der Exporte schwächte sich im dritten Quartal 2026 merklich ab“, stellte das Bundesamt dazu fest. Hingegen legten die Konsumausgaben im dritten Quartal leicht zu.
Stimmung in der Wirtschaft verbessert sich
Das Niedrigwasser hatte im Sommer die Erholung der deutschen Wirtschaft ins Stocken gebracht. In den ersten beiden Quartalen hatte die deutsche Wirtschaft zum Vorquartal um 0,4 Prozent beziehungsweise 0,3 Prozent zugelegt. Doch der befürchtete Rückgang der Wirtschaftsleistung im Sommer blieb aus.
Auch im laufenden vierten Quartal wird mit einem Plus gerechnet. Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft hat sich zuletzt weiter verbessert – laut Ifo-Institut den sechsten Monat in Folge. Die Erwartungen, dass sich das Exportgeschäft belebt, sind nach jüngster Erhebung der Münchner Forscher so gut wie seit Beginn des Krieges in der Ukraine nicht mehr.
Bundesregierung hebt ihre Prognose an
Für das Gesamtjahr hob die Bundesregierung ihre Prognose an und rechnet mit 1,3 Prozent Wachstum der deutschen Wirtschaft. Das Ifo-Institut erwartet ein Plus von 1,4 Prozent. Damit würde eine jahrelange Wirtschaftsflaute enden: 2025 hatte das Bruttoinlandsprodukt nur um 0,2 Prozent zugelegt und in den beiden Jahren davor war die deutsche Volkswirtschaft geschrumpft.